VORSICHT SATIRE: RÜCKBLICK AUF DIE WOCHE: Übeltätereien

Die Kleinkriminellen M. & M. hatten es faustdick hinter den Ohren. Spitzbuben heute stehen dem in nichts nach.

Ach, was muss man oft von bösen Buben hören oder lesen. So steht es bei Wilhelm Busch. Er hatte seine eigene Lösung für die Kleinkriminellen M. & M., eine ziemlich martialische, wie in Geschichten der Altvorderen üblich. Nun, in einer Schrotmühle landen heute keine Langfinger, Störenfriede oder Vandalen mehr. Dabei würde man es so manchem wünschen. So wie denen, die derzeit in der Region Radmuttern von Autos lösen. Da kann ich nur sagen: Schraube locker.

Aber auch sonst gibt es genügend kriminelles Potenzial in Stadt und Land. Da muss ich gar nicht weit gucken, sondern nur aus meinem Redaktionsfenster raus. Was sich da auf dem Postplatz so herumtreibt! Hin und wieder schaut da auch mal die Polizei vorbei. Meist geht es wohl eher um die, die Drogen bei sich haben oder um kleine Rangeleien zwischen denen, die sich auf dem Postplatz so aufhalten. Alkoholkonsum wird weniger geahndet, gleichwohl ist dieser verboten, was die Stadt auch in den nächsten Jahren eisern durchsetzen will.

Aber wenigstens gibt es Papierkörbe am Postplatz. Da folgen die Stadtoberen nicht dem neuesten Trend, die Behälter für Abfall gleich gänzlich zu entfernen. Ganz ohne geht es nun doch nicht, denn mehrere Haufen Unrat über den Postplatz verteilt - das gibt es nur, wenn eine Horde Fastfood-Restaurant-Kunden mit ihren Tüten und Boxen einfällt und alles liegen lässt.

M. & M. wurden, klein geschrotet, von Hühnern gefressen. Und es war vorbei mit der Übeltäterei. Ach, wenn es doch so einfach wäre.

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