VORSICHT SATIRE: RÜCKBLICK AUF DIE WOCHE : Umdenken bei Umleitungen

Warum eine Extratour durchs Erzgebirge zum Erlebnis wird und was das Huhn Gagaleia damit zu tun hat

Der Tourismusverband Erzgebirge und das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) machen gemeinsame Sache. Großräumige Umleitungen, so heißt die Zauberformel. Damit lockt man unwissende Nicht-Erzgebirger in Gegenden, die bislang touristisch nicht erschlossen waren.

Nehmen wir als Beispiel die Umleitung von Schönheide nach Eibenstock. Dort wird ja seit Montag die Bundesstraße gebaut, und man muss die etwa 20 Kilometer Umweg über Carlsfeld fahren. Nicht, dass die Landschaft, durch die man da kommt, nicht reizvoll wäre: Wald, Felsen, Wiesen, kleine Ansiedlungen, die Brückenpfeiler des Eisenbahnviadukts von Wilzschhaus. Da fühlt man sich wie ein Entdecker und genießt Idylle pur. "Noch mehr davon!", möchte man den Entscheidungsträgern zurufen.

Ein Ortswechsel tut gut - das wissen auch die Halter von 800 Hühnern in Rittersgrün. Sie haben sich für ihr Federvieh etwas Besonderes ausgedacht und fahren es immer wieder zu neuen Nahrungsgründen.

Sollte man das auch mal mit Gagaleia tun? Dann wäre ihre Trefferquote zu den Spielergebnissen der deutschen WM-Fußballer vielleicht höher. Dumm wie'n Suppenhuhn? Na ja, wer konnte schon ahnen, dass sich Jogi Löws Jungs im ersten Gruppenspiel so blamieren? Da lobe ich mir Fans wie die in Aue. Die stecken den Kopf nicht in den Sand und halten auch nach einer Niederlage zur Stange. Und wie! Denn die Fahnenstange ist zusammenlegbar und kommt mit in den Urlaub, wo auch Flagge gezeigt wird für Deutschland.

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