VORSICHT SATIRE: RÜCKBLICK AUF DIE WOCHE: Und morgen gibt's Suppe

Der Ursprung der Pandemie liegt nicht im Erzgebirge. Deshalb geht jetzt hier langsam alles wieder los.

Nachdem klar ist, dass der Auer Zoo der Minis nichts mit dem Ausbruch des Coronavirus zu tun hat, dürfen Kurzohrrüssler Limpompo und Zwergginsterkatze Lumumba ab Montag wieder Besucher empfangen. Angesichts solch ebolös klingender Namen war es aber knapp. Zwergmuntjak Taipeh hat auch nicht viel zur Entlastung beigetragen. Letztlich erwies sich selbst das chinesische Zwergstreifenhörnchen Han Wu als sauber, sodass sich die Seuchenkontrollkommission wieder auf Delikatessenmärkte im Land des Dauergrinsens konzentriert.

Während Virologen Schuppentieren, Fledermäusen und Marderhunden nachstellen, läuft bei uns dorham das Leben wieder an. Flühlingselwachen, wie der Corona-Erfinder sagen würde. Stühle zum ergonomischen Kippeln aus Stützengrün versüßen Schülern die Rückkehr ins Klassenzimmer, Angler hocken seit gestern am Gewässerrand, um aus Raubfischen Rauchfische zu machen, und die Randfichten denken über neue Lieder nach: Ja, er lebt noch! Hart wie ein Holznischel eben.

In Gärtnereien gibt es wieder Blumentöpfe, zwar nicht zu gewinnen, aber für kleines Geld zu kaufen. Man muss nicht mal mit Karte zahlen, sondern sich bloß als Starchirurg verkleiden. Was noch fehlt, ist Hoffnung für die Gastronomie. Jetzt rächt sich, dass die EU die Trinkhalmindustrie plattgemacht hat, sonst könnten wir zur Maske ein Röhrchen mitführen und das Bier inhalieren. Aber hat nicht jeder noch so ein Ding im Küchenspind? Also auf, morgen gibt's Suppe!

Coronavirus: Unser Angebot zur Lage in Sachsen, Deutschland und der Welt

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