VORSICHT SATIRE: RÜCKBLICK AUF DIE WOCHE : Virtuelle Realitäten

Schaffen wir uns eine Parallelwelt! In der gibt es keinen Ärger, keinen Streit. Doch Vorsicht, vielleicht Exoten.

Fundora in Schneeberg öffnet seine Tore. In der jetzt umgebauten Halle am Filzteich flogen bis vor kurzem noch Tennis- und Federbälle über die Netze. Das ist ja sowas von gestern! Jetzt beschießt man sich gegenseitig mit Laser. Oder setzt eine Brille auf und taucht in eine virtuelle Realität ein.

Die meisten der jungen Leute, die man vor allem in die neue Spielewelt locken will, wissen, wie das ist, schließlich erschaffen zahlreiche Computerspiele Parallelwelten. Darin muss sich nämlich keiner mit Stadtverwaltungen über das Pflaster auf der alten Straße herumstreiten. Dort kann man das Wetter so machen, wie es einem behagt. Dort muss man sich um den Ausbau oder die Sperrung von Straßen keine Gedanken machen.

Wie in der Fantasiewelt von Pandora in dem Film von James Cameron gibt es in Fundora auch einen Avatar. Nein, keinen blauhäutigen, katzengesichtigen Ex-Marine. Der Avatar in der neuen Spielewelt ist eine Art Spielgerät. Mit ihm kann der Benutzer mit der virtuellen Welt interagieren. Virtuelle Brille aufgesetzt und los geht's: Du kannst fliegen, du kannst die tollsten Sachen machen, du kannst stark sein.

Aber Vorsicht! Vielleicht begegnen einem dort ja auch seltsame Wesen. Was neuerdings im Erzgebirge kreucht und fleucht, ist schon exotisch, wie die Bockauer Wespenspinne, die Beierfelder Totenkopfschwärmer-Raupe oder das Grünstädtler Taubenschwänzchen. Wer die Tiere aus der Nähe betrachtet, könnte sich fast auf Pandora wähnen - auch ohne VR-Brille.

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