VORSICHT SATIRE: RÜCKBLICK AUF DIE WOCHE : Vorwärts Freunde, es geht zurück!

Warum im Erzgebirge die Meiler rauchen und bald wieder Badestellen eröffnet werden

Die Bevölkerungszahl im Erzgebirge schmilzt weiter wie das Eis der Gletscher im hohen Norden. Das heißt, wir schrumpfen. Nicht körperlich, sondern mengenmäßig. Irgendwann, so behaupten zumindest böse Zungen, sinkt das Niveau der Besiedelung auf Zahlen wie einst im Mittelalter.

Wohl deshalb entwickelt der durchaus hellseherisch veranlagte Erzgebirger schon heute eine gewisse Affinität zum Mittelalter. Einer Zeit, in der man schwarzer Magie vertraute. Und mit so manchem Unhold hätte man im Mittelalter wesentlich kürzeren Prozess gemacht.


Indes übt sich der Erzgebirger, der sich um den Fortbestand seines ländlichen Lebensraumes sorgt, im Überlebenskampf. Er steckt historische Meiler in Brand, um Kohle herzustellen - überlässt allerdings das Zündeln dem König. Nicht übel!

Nicht selten kommt allerdings das Gefühl auf, als ob einer das Rad der Geschichte zurückdreht. So viel Geschaffenes, Liebgewonnenes ist bedroht: die Freibäder! Bald werden wir also unsere erhitzten Körper wieder an Badestellen in Tümpeln abkühlen, uns die Teiche mit den Enten und Fröschen teilen und beim Tauchen auf Relikte aus grauer Vorzeit - wie Rettungsringe und verchromte Einstiegsleitern - stoßen.

Da beruhigt zumindest die Beibringung der Stadtrechtsurkunde für Grünhain-Beierfeld zur historischen Ratssitzung in dieser Woche. Auf diesem Papier wird schwarz auf weiß verbrieft, dass der Region zumindest das Brau- und Schrankrecht erhalten bleibt. Denn: Kein Alkohol ist schließlich auch keine Lösung.

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