VORSICHT SATIRE: RÜCKBLICK AUF DIE WOCHE : Was Luftballons mit Schwarzstörchen gemeinsam haben

Entweder bringt man auf der Straße lautstark seine Meinung zu Gehör oder protestiert ganz lautlos.

Zu demonstrieren ist mal wieder in: Leute gehen auf die Straße, weil sie für oder gegen etwas sind. In Deutschland gehört das zu den Grundrechten. Und auch hier gilt, früh übt sich, was ein guter Demonstrant werden will. Da muss man nur nach Hamburg schauen. Dort haben Kinder ihrem Ärger über Smombies Luft gemacht und meinten damit ihre Eltern, die vor lauter Gedaddel auf dem Smartphone keine Augen mehr für den Nachwuchs haben. Coole Sprüche gab es da zu lesen: "Wir sind hier, wir sind dran! - Flugmodus an!" Smombie setzt sich übrigens aus Smartphone und Zombie zusammen.

Daran sollten sich die Erwachsenen mal ein Beispiel nehmen. Oder an der Aktion der Windkraftgegner in Zwönitz. Die brachte Farbe ins Spiel. Die haben rote Luftballons steigen lassen, etwa auf die Höhe, wo sich die Rotoren der geplanten Windkraftanlagen befinden sollen. Und die Flugbahn der Schwarzstörche, was natürlich miteinander kollidieren würde, im wahrsten Sinne des Wortes. Solche Ballons machen doch viel mehr Publicity als ein altmodisches Transparent an der Rechenhausbrücke. Das war ja dann auch innerhalb weniger Stunden wieder verschwunden. Fand vielleicht jemand langweilig. Man weiß es nicht.

Ob allerdings der Schwarzstorch die Windrad-Pläne zerstört, weiß man genauso wenig. Denn man hörte schon, dass die, die hinter den Plänen stehen, ein Gegengutachten planen. Das soll nachweisen, dass die Flugbahn des Schwarzstorchs an den Rotoren vorbeiführt.

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