VORSICHT SATIRE: RÜCKBLICK AUF DIE WOCHE : Willst du's korrekt, mach's politisch

Bandwürmer sind wieder auf dem Vormarsch. Das nervt. Genauso wie Handys und Wehrwölfe.

Seitdem diese Unart mit den Doppelnamen um sich gegriffen hat, sind die Anreden wieder so bandwurmartig wie zu Erich Honeckers Zeiten. Aber die Politik zeigt uns, wie wir damit umgehen können. Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) wird von Kennern kurz und knackig AKK genannt (wie Autokorrelationskoeffizient), Thorsten Schäfer-Gümbel (SPD) ist TSG (wie in TSG Virusstadt Marburg, Träger der Roten Laterne in der Kreisliga).

Nun droht ein ähnlich schlangengleiches Wortgebilde bei der Fusion von Aue und Bad Schlema. Eine Bürgerinitiative versucht zwar, das Schlimmste zu verhindern, aber es wird wohl auf Aue-Bad Schlema hinauslaufen. Wie wär's stattdessen mit ABS? Das erinnert an die Auer Besteck- und Silberwarenwerke. Eine Vereinigung von Schneeberg und Bad Schlema wäre damit auch vom Tisch, weil SBS für den Special Boat Service steht, eine britische Spezialeinheit, die fremde Länder überfällt. Bäh! Tradition oder Kriegstreiberei? Die Antwort dürfte korrekten Bürgern leichtfallen. Ebenfalls mit politischen Argumenten will der Auer Stadtrat Andrä sein Handyverbot für Schüler aufpeppen. Er kündigte an, die Initiative "Handyzertrümmern gegen Rechts!" zu nennen. Wer sich sträubt, um dessen Smartphone kümmert sich die Antifa.

Apropos. Nach Wolfssichtungen bei Tellerhäuser und Schönheide bibbern nicht nur Leitschafe. Spekulationen, es handele sich um einen Werwolf, sind natürlich unhaltbar. Im Erzgebirge heißt das noch immer Wehrwolf. Zu erkennen an kreuzhakenförmigen Tapsern, gesichtet zuletzt sogar in der Erzgebirgsbahn.

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