Wahl des Chef-Duos der Grünen verschoben

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Vorgabe aus Parteiengesetz nicht beachtet - Mitglieder mit Mitbestimmungsrecht

Aue/Schwarzenberg.

Eigentlich sollte das neue Führungs-Duo der Grünen im Erzgebirgskreis Anfang Februar feststehen. Dafür hatte die Partei im Januar wegen der Corona-Pandemie ihre erste komplett digitale Kreis-Mitgliederversammlung abgehalten. Laut Co-Kreisvorsitzendem Uwe Kaettniß aus Lauter waren bei dieser Veranstaltung fast 40 Prozent der aktuell 70 Mitglieder des Kreisverbands dabei.

Für die Vorstandssitze hatten sich sieben Parteimitglieder beworben. Sie stellten sich online vor und beantworteten Fragen der Mitglieder. "Die eigentliche Wahl fand danach jedoch als Briefwahl statt", so Kaettniß. Aber die avisierte Präsentation des neuen Führungsduos der Erzgebirgs-Grünen musste ausfallen. Lediglich die Mitglieder des neuen Vorstands stehen nach der Briefwahl fest. Es sind neben Uwe Kaettniß, Dunja Schulze aus Schwarzenberg, Ulrike Unger aus Aue, Rosi Schmidt-Löschner aus Annaberg-Buchholz, Thomas Walter aus Drebach, Hannes Lötzsch aus Elterlein und Wolfram Cüppers aus Burkhardtsdorf. "Der alte Vorstand bestand zuletzt nur noch aus fünf Personen, jetzt ist er wieder mit der maximalen Anzahl von sieben Mitgliedern besetzt", sagt Kaettniß.

Perfekt war die Wahl dennoch nicht. "Wir dachten, dass die Vorstandsmitglieder die beiden Sprecher aus den eigenen Reihen bestimmen dürfen", so Kaettniß. Ein Trugschluss, wie sich später herausstellte. Laut Parteiengesetz müssen die Vorsitzenden von der Mitgliederversammlung direkt gewählt werden. "Das haben wir nicht auf dem Radar gehabt", so der Lauterer. Deshalb stehe jetzt eine weitere Briefwahl bevor. Bis Ende des Monats soll das Prozedere abgewickelt sein und umgehend veröffentlicht werden. Für die beiden Vorsitzposten des Kreisverbands kandidieren Rosi Schmidt-Löschner und Hannes Lötzsch, als Kreisschatzmeisterin bewirbt sich Ulrike Unger.

Somit muss Kaettniß noch einige Zeit weiter allein als Co-Vorsitzender agieren. Eigentlich sollte bereits im November eine Nachfolgerin für die im Sommer zurückgetretene Co-Vorsitzende Susanne Damisch aus Marienberg gewählt werden. Doch Corona machte den Grünen einen Strich durch die Rechnung.

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