Wunderblume wächst innerhalb von drei Tagen

Holzbildhauer erzählen Sagen aus Bernsbach. Die Skulpturen sollen den Bärenrundweg bereichern.

Lauter-Bernsbach.

Als die Holzbildhauer Jesko Lange, Tobias Michael, Hartmut Rademann und Robby Schubert am Donnerstag auf dem Lauterer Markt mit ihrer Arbeit begannen, standen schwere Eichenstämme vor ihnen. Innerhalb kurzer Zeit entfernten die Mitglieder der Künstlergruppe Exponart Rinde und Splint. Die Männer hatten genaue Vorstellungen von dem, was sie aus dem Holz schälen wollten.

Im Fall von Jesko Lange war es die Wunderblume vom Teufelsstein. Bis zum Samstag nahm seine 1,50 Meter hohe Wunderblume Gestalt an. So groß sind auch die anderen Holzskulpturen, die künftig entlang des Bärenrundweges um Bernsbach stehen werden. "Geplant ist, dass zu den vier Figuren, die in diesem Jahr entstanden sind, im kommenden Jahr weitere vier Figuren kommen", sagte Ronny Schott, Hauptamtsleiter von Lauter-Bernsbach.

Der Bärenrundweg führt vom Bretthaus am Fuße des Teufelssteins durch den Wald in Richtung Bernsbacher Freibad. Von dort aus geht es nach Oberpfannenstiel in den Lößnitzer Wald über den Bahndamm nach Bernsbach und über den Salzerweg zurück zum Ausgangspunkt am Teufelsstein. Entlang des Weges sollen die Skulpturen verschiedene Sagen erzählen und historisches Handwerk zeigen. Holzbildhauer Michael: "Wir haben uns nur die schönsten Sagen ausgesucht. Einige verbreiten ja Angst und Schrecken." Er hatte sehr detailreich das Modell eines Köhlers entworfen. Bei der großen Variante verzichtete Michael dann auf einige Kleinigkeiten. "Ich habe es ein bisschen vereinfachen müssen. Es muss vor allem funktional sein." Deshalb hat der Lauterer darauf geachtet, dass keine Stellen entstehen, in denen Regenwasser hängen bleibt. Außerdem schütze Kompaktheit vor Vandalismus. "Ganz ausschließen kann man diesen zwar nicht, aber es hilft zumindest ein bisschen."

Als Holz wurde Eiche aus erzgebirgischen Wäldern verwendet. Zwar ist Eiche nicht billig, überzeugt aber durch ihre hohe Haltbarkeit. Robby Schubert stellte die Eiche allerdings vor Schwierigkeiten. "Mein Holz war schwer zu bearbeiten, schwer zu sägen." Jedes Holz habe eben einen eigenen Charakter.

Die Gesamtkosten des Projektes liegen bei 60.000 Euro, 42.000 Euro erhält die Kommune aus dem Leader-Fördertopf zur ländlichen Entwicklung. Lydia Georgi, beim Bau- und Liegenschaftsamt für die Wanderwege verantwortlich, freut sich: "Das ist auf jeden Fall eine Bereicherung des Rundweges."

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