Wunsch-Konzert mit Bandonions

Musiker und Publikum hatten viel Spaß bei Auftritten in Zwota. Dem voraus ging ein Trainingslager für das Kinder- und Jugendorchester.

Carlsfeld.

Zum ersten öffentlichen Auftritt seit Dezember 2019 standen am vergangenen Wochenende die beiden Orchester des Bandonionvereines Carlsfeld auf der Bühne im Gasthof "Zum Walfisch" in Zwota.

Zuerst war das Kinder- und Jugendorchester an der Reihe. Auftakt war der "Steigermarsch", gesungen von Erik Schönfelder, danach folgten neu einstudierte Stücke. Robert Wallschläger, Vorsitzender des Bandonionvereins, betonte, dass die Kinder und Jugendlichen Mitspracherecht bei der Auswahl der Musikstücke haben, denn "was man gern hört, spielt man auch gern", so Wallschläger. Ein Wunschstück war ein Thema aus "Sister Act".

Hannah Sauerbaum ist Fan der Kelly Family, ihr Vorschlag war, "An Angel" mit ins Repertoire zu nehmen. Nach dem 45-minütigen Programm forderte das Publikum eine Zugabe. Auch hier ging es nach dem Wunsch der jungen Musiker, es wurde "Disco Power" gespielt.

Das Erwachsenenorchester sorgte anschließend mit seinem Auftritt dafür, dass das Publikum mitklatschte und mitschunkelte. Beim Medley russischer Volkslieder holten der musikalische Leiter Rico Schneider und Robert Wallschläger alles aus ihren Instrumenten. Der singende Bäcker Erik Schönfelder steuerte ein Medley deutscher Volkslieder bei. Auch Anton Günthers wurde gedacht und das Lied "Deutsch und frei" als Zugabe gespielt.

Collin Paßarge, 10 Jahre, ist der neue Schlagzeuger im Orchester. Nach knapp zwei Stunden Konzert zeigte er auf Wunsch aus dem Publikum noch einmal sein Können auf dem Schlagzeug. Zuvor schon hatte der Zehnjährige in den Konzerten eine gute Leistung gezeigt, für den richtigen Rhythmus und das Tempo der zu spielenden Musikstücke gesorgt. Der Junge kam durch einen Zufall zum Orchester. Seine Eltern hatten von Robert Wallschläger erfahren, dass man einen Schlagzeuger sucht. In der Musikschule erlernt er das Spielen des Instruments seit sechs Jahren. Schon als kleiner Junge soll er zu Hause alle Töpfe und Schüsseln in Beschlag genommen und darauf getrommelt haben, berichtete seine Mutter.

Collin war wie weitere elf Kinder und Jugendliche aus dem Bandonionverein im Trainingslager in der Jugendherberge auf dem Aschberg im vogtländischen Musikwinkel. Insgesamt gehören dem Kinder- und Jugendorchester 16 Mädchen und Jungen an. Das Trainingslager wird jedes Jahr durchgeführt. Täglich zwei bis drei Stunden üben von Freitagnachmittag bis Sonntagmittag standen auf dem Programm. In ungezwungener Atmosphäre übten die jungen Musiker sehr intensiv einige Musikstücke neu ein oder festigten bereits bekannte, die durch die lange erzwungene Corona-Pause etwas an Schwung verloren hatten. Tipps zu Rhythmus und Spielweise gab es von Robert und Therese Wallschläger sowie dem musikalischen Leiter Rico Schneider. Immer wieder wurden Sequenzen wiederholt und Neues wurde eingeübt.

Die große Konzentration beim Training sollte auch dieses Jahr durch Freizeitaktivitäten ausgeglichen werden. Allerdings spielte das Wetter nicht mit. Radfahren oder Klettern im Kletterwald in Schöneck waren dieses Mal nicht möglich. Stattdessen wurde Billard gespielt oder es wurden die mitgebrachten Spiele ausprobiert. Übungsstunden mal in einer ganz anderen Umgebung als sonst - das nennt Lisa-Marie Gläntz als einen Grund, warum sie gern am Trainingslager teilnimmt. Außerdem übt sie gern im Kreise ihrer Freunde, die sich schon lange kennen. In der Freizeit unternehmen sie viel gemeinsam.

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