FDP drängt auf schnelles Schließen der Funklöcher

Ein Brief ans zuständige Verkehrsministerium in Berlin soll Druck machen

Für Sie berichtet: Michael Urbach

Die Erzgebirgs-FDP will für ein schnelles Schließen der Funklöcher in der Region Druck auf Politik und Anbieter machen. Wie Kreisvorsitzender Heiko Schmuck ankündigte, werde man in Kürze eine Liste, die derzeit mehr als 540 Funklöcher enthält, an das zuständige Bundesverkehrsministerium sowie die jeweiligen Mobilfunkbetreiber schicken. Die Liberalen hatten im vergangenen Jahr eine Initiative gestartet, bei der die Erzgebirger aufgerufen worden waren, auf der Internetseite www.funkloch-erz.de Funklöcher zu melden.

Auch in Berlin ist man sich des Problems bewusst, das es nicht nur im Erzgebirge gibt. Im Juli endete ein Spitzentreffen von Politik und Mobilfunkkonzernen bei Bundesinfrastrukturminister Andreas Scheuer (CSU) mit einer Absichtserklärung. Ziel ist es demnach, bis Ende 2021 durch neu zu errichtende Mobilfunkstandorte 99 Prozent der Haushalte in jedem Bundesland zu versorgen. Bis Ende Oktober 2018 soll zudem eine "Funkloch-Melde-App" eingerichtet werden.

Den erzgebirgischen Liberalen dauert das alles zu lange. "Wir helfen dem Bundesverkehrsminister dabei und übergeben ihm unsere Vorarbeit, mit der Forderung, im Erzgebirgskreis jetzt und nicht erst in einem Jahr mit dem Ausbau zu beginnen", so Schmuck. Das Erzgebirge sei eine wirtschaftlich starke und touristisch hochinteressante Region und benötige in Unternehmen, Schulen und weiteren Einrichtungen jetzt schon sehr gute Breitbandversorgung sowie ein durchgehendes Mobilfunknetz. Der Ausbaustand sei "mehr als unbefriedigend".

Erzgebirgische Funklöcher können noch einige Tage auf der Internetseite gemeldet werden, die die FDP eingerichtet hat. Am 21. August wollen die Liberalen die Liste dann mitsamt ihren Forderungen an Ministerium und Betreiber versenden. Da ihnen das via Internet bei mehr als 540 Funklöchern zu heikel ist, soll das per Post erfolgen. (mit dpa)

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