VORSICHT SATIRE: RÜCKBLICK AUF DIE WOCHE : Über Geld spricht man nicht - man schreibt

Ob Knete, Zaster oder Moneten: Sparfüchse wollen auch in Zeiten des Zinstiefs auf ihre Kosten kommen

Beim Geld hört die Freundschaft auf. Selbst die zum Heimatort. Und so soll sich in dieser Woche in Großolbersdorf 'ne Selbsthilfegruppe gegründet haben. Die will die Jüngsten des Ortes nun täglich früh nach Grünhain-Beierfeld kutschen und nachmittags wieder abholen, weil die Kita-Gebühren dort exorbitant niedriger sind. Das läppert sich - bis vielleicht mal einer die Spritkosten gegenrechnet.

Nicht nur die Riesentabelle zum kreisweiten Gebührenvergleich ließ Sparfüchse aufmerksam werden. Da war auch noch ein Altersmediziner in Schneeberg. Längst Rentner, kann er sich seinen Ruhestand nicht vorstellen. Warum wohl? Weil die Rente nicht reicht! Andere Beweggründe (geld-)scheinen vorgeschoben.

Ja, ja, die Knete. Ob der Schwarzenberger Kämmerer ins Schwitzen gerät wegen der 800.000 Euro netto, die der Saunaanbau in Sonnenleithe kosten soll? Ende 2021 will die Stadt schuldenfrei sein. Ohne Zaster geht das nicht. Moneten braucht der Tourismusverband Erzgebirge auch. Der knöpft den Mitgliedern bald höhere Beiträge ab - um die Region weiter attraktiv vermarkten zu können. Eine ganz neue Idee, an Geld zu kommen, hat GEZ-Nachfolger "Beitragsservice": Er schickte einer Schwarzenberger Firma drei Bescheide.

Private Vorsorge finanzieller Art zu betreiben ist wegen des Zinstiefs äußerst schwierig. Einige sind schon dabei, stille Reserven zu versilbern, wie etliche eBay-Angebote aus dem Erzgebirge belegen. Oder sie setzen gar auf Aktien. Aber wie sagte mein Opa: An die Börse sollte nur gehen, wer wirklich was in der Börse hat.

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