Freibad für mindestens drei Jahre gerettet

Beim Badfest konnten die Rittersgrüner am Wochenende einen Etappensieg feiern. Doch die Sanierung wird richtig teuer.

Rittersgrün.

"Willkommen im Rittersgrüner Freibad - Badevergnügen seit 1938" ist auf einem großen Banner zu lesen. Und tatsächlich die Besucher fühlen sich an diesem Wochenende richtig willkommen. Das geht bei den freundlichen Frauen am Einlass los und hört an Cocktailbar und Bierwagen längst nicht auf.

Unter einer großzügigen Pavillonfläche stehen Biertische, auf denen es sich auch gestern am frühen Nachmittag zahlreiche Gäste bequem machten. Allein am Samstag wurden 600 Gäste gezählt. "Wir sind richtig zufrieden", sagt Martin Klier, der federführend mit der Abteilung Handball des FSV Rittersgrün das Freibadfest organisiert: "Nur die Abendveranstaltung hätte etwas besser besucht sein können." Da legten nämlich gleich zwei DJs auf. Während DJ Ming mit Housemusic das junge Publikum ansprach, sorgte DJ Allrad mit Pop und Oldies für gute Unterhaltung.

"Wir wollen ja verschiedene Altersgruppen ansprechen", erklärt Martin Klier, der sich nicht nur auf die Handballer, sondern auch auf die Mitglieder der Abteilung Ski verlassen kann. Etwa 30 Helfer waren im Einsatz. Zu den beliebten Anziehungspunkten gehörten eine Wasserrutschbahn und ein Kickerspiel. Überhaupt können Martin Klier und seine Mitstreiter, die sich für den Erhalt des Freibades einsetzen, derzeit optimistisch sein. "Am Freitag konnten wir endlich die Petition an unseren Bürgermeister übergeben", sagt Klier. Bürgermeister Ralf Fischer sicherte den Freibadfreunden zu, dass das Bad mittelfristig erhalten bleibt. "Konkret geht es um die nächsten drei Jahre", so Klier: "Das ist genau seine Amtszeit."

Die Kosten für die dringend notwendige Sanierung des Bades bezifferte Fischer auf mehr als eine Million Euro. "Allein die Beckensanierung würde mehr als 500.000 Euro kosten", sagt Klier und weiß auch: "Das wäre nur mit Fördermitteln möglich." Gerade in diesem Mega-Sommer zeigt sich, wie undicht das Becken ist. "Man sieht es am Wasserstand, der liegt 30 Zentimeter unter normal." Von der Besucherzahl her könne der Sommer kaum besser sein. Mehr als 3000 Badegäste wurden seit dem 1. Juni gezählt. "Positiv ist auch, dass Bademeister Michael Marinov Unterstützung hat", hebt Klier hervor. Mit Tino Schubert gebe es einen Rettungsschwimmer, der Marinov zu Seite steht.

Dass es mit dem Freibad weitergeht, hofft auch Björn Seidel aus Lauter: "Ich war sieben Jahre in China und setze mich jetzt für mein Heimatdorf ein", sagt der Handballer. "Es ist das schönste Bad überhaupt. Hier habe ich schon Schwimmen gelernt." Auch Julia Gruner verbindet mit dem Bad Kindheitserinnerungen. "So es die Zeit zulässt, sind wir hier. Es gibt viel Platz und trotzdem ist es gemütlich."

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