ZDF dreht für neuen Krimi in Schneeberg

Filmteam nutzt unter anderem Gelände der Bergsicherung als Kulisse

Schneeberg.

Das ZDF beginnt diese Woche in Schneeberg mit den Dreharbeiten für einen Erzgebirgskrimi. Das hat eine Sprecherin des Senders gegenüber der "Freien Presse" bestätigt. Die Arbeiten laufen unter anderem auf dem Gelände der Bergsicherung Schneeberg. Wann genau das Team vor Ort ist, weiß man bei der Bergsicherung, einem Bergbauspezial- und Bauunternehmen, aber nicht. Das Fernsehteam habe einen Schlüssel und könne selbstständig aufs Gelände, heißt es. Worum es in dem Krimi geht und wie er heißen wird, hält das ZDF bislang geheim. Erst in den kommenden Tagen soll es dazu weitere Informationen geben.

Anwohner spekulieren derweil seit Tagen über die geplanten Aufnahmen. Der Besitzer einer nahen Kfz-Werkstatt war gebeten worden, seine Fahrzeuge ab Montag wegzuräumen, weil gedreht werde. Die Bergsicherung habe zudem Requisiten einer Veranstaltung stehen lassen, weil die für den Dreh gebraucht würden, erzählen sich Bürger.


Der Erzgebirgskrimi ist bereits der zweite, den das ZDF in der Region produziert. Für Teil eins "Der Tote im Stollen" wurde unter anderem rund um das Schwarzenberger Schloss gedreht. Schauspieler Stephan Luca ("Keinohrhasen") als Hauptkommissar Adam und Lara Mandoki ("Soko München") als Assistentin Karina klären in dem Krimi den mysteriösen Tod eines Bergbau-Professors auf. Ausgestrahlt wurde er noch nicht. Auf der Webseite des Netzwerkes Crew United, einem Informationsportal der Filmbranche, steht, dass der Film redaktionell abgenommen worden sei, aber weiter von der Redaktion überprüft, vervollständigt und bis zur Veröffentlichung begleitet werde. Für einen zweiten Krimi gibt das Portal den Titel "Tödlicher Akkord" an. In Teil 1 hat mit Teresa Weißbach eine gebürtige Zwickauerin, die in Stollberg aufgewachsen ist, eine Gastrolle. Laut Medienberichten spielt sie eine Försterin, die die Leiche findet.

Wie "Freie Presse" erfahren hat, könnte sich der Erzgebirgskrimi durchaus zur Serie entwickeln, so wie der seit 2006 produzierte Spreewaldkrimi. Die Entscheidung hängt aber davon ab, wie die Filme beim Publikum ankommen. (irme)

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