Zschorlau bei Senioren beliebt - Diakonie baut neues Haus

Für die Plätze in einem Seniorenpark des Pflegedienstes gibt es eine lange Warteliste. Ein neues Angebot soll Abhilfe schaffen.

Zschorlau.

Wohnen für Senioren in Zschorlau ist begehrt. Das belegt eine Liste von 70 Anmeldungen, die Rebekka Seidel, Leiterin des Seniorenparks der Diakonie in Zschorlau, vorliegt. "Überwiegend sind es Zschorlauer oder ältere Leute, die in die Nähe ihrer hier lebenden Kinder ziehen wollen", sagt die Einrichtungsleiterin. Nun will die Diakonie eine weitere Unterkunft schaffen. Im September soll Baubeginn für das betreute Wohnen mit angeschlossener Sozialstation sein, sagt Fachbereichsleiter René Beier. Kosten: rund vier Millionen Euro.

Geplant ist, dass die neuen Mieter ein Jahr später dort einziehen können. Eine, die bereits Interesse an einer Wohnung angemeldet hat, ist Karin Schumann. Die 75-Jährige lebt noch am Stadtrand von Hohenstein-Ernstthal, jetzt allein, nachdem ihr Mann verstorben ist. Sie möchte gern näher bei ihren Kindern und Enkeln sein. "Ich freue mich sehr auf den Umzug nach Zschorlau", sagt sie. Wichtig sei ihr die Dorfgemeinschaft, in die sie die Landeskirchliche Gemeinschaft einschließt, zu der sie bereits gute Kontakte hat. Für die neue Wohnung wünscht sie sich einen Balkon und W-Lan. Denn zu Kindern und Enkeln hält sie auch übers Internet Kontakt. Dass sie sich für eine Einrichtung in Trägerschaft der Diakonie entschieden hat, kommt nicht von ungefähr, denn sie war selbst im Bethlehemstift der Diakonie in Hohenstein-Ernstthal tätig. Und sie würde auch in Zschorlau in Zukunft gern ehrenamtlich zum Beispiel im Besuchsdienst arbeiten.


Der Neubau am ehemaligen Feuerwehrdepot in Zschorlau sieht 31Wohnungen vor, 19 davon sind für eine Person gedacht, der Rest für zwei. Angeschlossen ist eine Sozialstation, über den die Mieter den Pflegedienst dazu buchen können. "Älteren Menschen ist es zunehmend wichtig, so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden leben zu können mit der Sicherheit, Hilfe bekommen zu können, wenn es notwendig ist", sagt René Beier. Ebenfalls vorgesehen ist eine Tagespflege mit zwölf Plätzen.

Bevor mit dem Neubau begonnen werden kann, müssen Bäume gefällt und zwei Garagen abgerissen werden. Über das dann freie Gelände erfolgt die Zufahrt zur Baustelle. "Es ist eine rückwärtige Erschließung geplant, um die Anwohner nicht zu sehr zu beeinträchtigen", erklärt Beier.

Das ehemalige Feuerwehrgebäude an Ort und Stelle bleibt stehen. Damit verfolgt die Gemeinde eigene Pläne - zurzeit nutzt es zum Teil der Bauhof als Garage.

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