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Zum Dienstjubiläum wurde auch in Erinnerungen gekramt

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Der Kreisfeuerwehr- verband hat Kameraden geehrt, die 70 Jahre dabei sind. Wie es anfing, wissen sie alle noch genau.

Aue/Schwarzenberg.

Manche Freundschaften halten ein Leben lang: Die von Gotthold Weißflog (85) aus Beierfeld und Walter Vieweg (85) aus Raschau ist ein Beispiel dafür. Die beiden Senioren verbindet außerdem die Liebe zur Feuerwehr. Seit nunmehr 70 Jahren sind sie - genauso wie Rainer Beck aus Schwarzenberg - Mitglied der freiwilligen Feuerwehr. Der Kreisfeuerwehrverband hat die drei Herren für ihren jahrelangen Einsatz und ihr Wirken in der Alters- und Ehrenabteilung geehrt. Eigentlich wären es im Raum Aue-Schwarzenberg sogar fünf Kameraden gewesen, doch zwei konnten nicht persönlich bei der Veranstaltung anwesend sein. In geselliger Runde bei Mittagessen sowie mit Blasmusik von der Feuerwehrkapelle Carlsfeld konnten die Feuerwehrmänner und -frauen in Erinnerungen schwelgen.

Als Gotthold Weißflog, der heute in Beierfeld zu Hause ist, 1952 eine Lehre zum Schuhmacher in Raschau absolvierte, wünschte sich sein Meister, dass er ein Blaurock wird. Das weckte auch bei Walter Viewegs Interesse, denn die beiden jungen Burschen hatten schon zusammen die Schulbank gedrückt. So streiften sie sich die Uniformen über und stellten sich in den Dienst der freiwilligen Feuerwehr. Während Weißflogs Vater auch schon zu den Blauröcken gehörte, stürzte sich Vieweg völlig unbeleckt in dieses Abenteuer. Bis heute ist er den Raschauer Kameraden treu geblieben. Sein Freund Gotthold zog zunächst 1962 nach Crandorf und 1985 nach Schwarzenberg-Sonnenleithe. Dort schloss er sich der Feuerwehr Beierfeld an. Bis ins Jahr 2000 war der heute 85-Jährige in der Spiegelwaldkommune im aktiven Dienst. Dort kümmerte sich Weißflog auch mit um die Jugendfeuerwehr.

Rainer Beck (87) aus Schwarzenberg begann seinen aktiven Dienst in Neuwelt, heute gehört er zur Alters- und Ehrenabteilung, die an der Hauptwache Schwarzenberg ansässig ist. "Mein Großvater hat die Wehr mitgegründet, mein Vater war auch aktiv", erzählt der Hauptlöschmeister. Seine Frau hatte viel Verständnis für sein Engagement. "Sie war selbst Oberbrandmeister und 30 Jahre im aktiven Dienst." Natürlich habe es schwere Einsätze gegeben. Als die Papierfabrik Emil Boese am Brückenberg in Flammen stand, sei den Kameraden das Wasser im Strahlrohr weggefroren. "Es war ein eisiger Wintertag." Aber nicht nur bei Brandeinsätzen, sondern beispielsweise auch beim Abriss des Göthel-Guts und bei Hochwassereinsätzen war die Neuwelter Feuerwehr gefragt.

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