Zur Halbzeit stört nur ein kleines Minus

Der Haushalt von Lauter-Bernsbach entwickelt sich wie erwartet. Nur ein Vorzeichen zu viel machte einen erneuten Beschluss nötig - der Form halber.

Lauter-Bernsbach.

Ein Minuszeichen vor einer Zahl, wo keins stehen darf: Nach Prüfung durch die Kommunalaufsicht haben die Stadträte von Lauter-Bernsbach ihren Haushaltsplan 2018 ein zweites Mal beschlossen. "Es war der einzige Fehler im mehr als 560-seitigen Werk", so Bürgermeister Thomas Kunzmann (Freie Wähler). Noch dazu ein reiner Formfehler. Das sei kein Beinbruch. "Wir beschließen es sachlich richtig einfach noch einmal in korrigierter Fassung neu."

Das Minus bei einem Verrechnungsbetrag ist überflüssig gewesen, da die Summe ohnehin als Fehlbetrag ausgewiesen war. Bürgermeister und Kämmerin Sylvia Hedrich nahmen es sportlich. Die Finanzexpertin hatte ansonsten auch nur Positives zu berichten. Denn die Halbzeit-Bilanz stand unlängst auf dem Programm.

"Es entwickelt sich alles planmäßig." Demnach seien zum 30. Juni die Steuereinnahmen auf einem stabilen Weg. "Nur bei der Gewerbesteuer müssen wir abwarten, wie es sich letztlich ausgeht." Das kann erfahrungsgemäß bis Jahresende dauern. Bei den Ausgaben reiche man vermutlich mit jenem Betrag, der im Plan steht. "Beim Grundschulanbau zum Beispiel sind bislang keine Überteuerungen spürbar."

Auch bei den Planungsleistungen für den Sportplatz an der Ludwig-Jahn-Straße in Lauter sei dies der Fall. Einige Vorhaben müssen indes verschoben werden - vor allem, weil es im Bereich der Handwerksleistungen derzeit teilweise keine Angebote mehr gibt. Die Betriebe sind schlichtweg ausgelastet. Betroffen davon sind in Lauter-Bernsbach unter anderem die geplanten Sanierungsarbeiten im Lindenring, auch die Vorhaben Flügelweg- und Feldstraße seien noch offen. Erst 2019 könne die Sanierungsmaßnahme Dorfbach Lauter im Bereich der B 101 beginnen. Auch der Abriss der Lautergold-Garage und das Herrichten der Außenanlage in der Kita "Mini & Maxi" müssen noch warten. "Das verschieben wir ins kommende Frühjahr, weil wir mit der Ausschreibung auf eine zweite Runde angewiesen sind."

Noch bis Ende des Jahres indes soll das Einrichten sogenannter Hotspots, die auch mit mobilen Endgeräten wie Handys den drahtlosen Zugang ins Internet ermöglichen, im Bereich der Ausflugsgaststätte Morgenleithe und im Bereich der Freibäder von Lauter und Bernsbach erfolgen. Die Bibliothek fiel als weiterer Standort heraus. "Weil da die Annahme besteht, dass es dort ohnehin nicht viel genutzt wird, lassen wir es weg", so Hedrich. Die entsprechenden Fördermittelanträge für die anderen drei Hotspots seien aber gestellt.

Trotz der positiven Bilanz zur Halbzeit müsse man das Zahlenwerk im Auge behalten. "Wir beobachten den Verlauf genau. Ein bisschen Wegstrecke haben wir ja noch vor uns", so Kunzmann. Nicht zuletzt laufen nach wie vor Hochwasserschutzmaßnahmen, die zwar zu 100 Prozent gefördert werden, für die die Stadt aber in Vorkasse gehen muss.

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