Zwönitzer Feuerwehr rückt nach Unwetter aus

Starkregen fordert Retter an mehreren Stellen im Stadtgebiet

Zwönitz.

Nach einem kurzen, aber heftigen Unwetter ist die Feuerwehr in Zwönitz am Montag zu mehreren Einsätzen gerufen worden. Gully- deckel wurden ausgehoben, zahlreiche Keller überflutet, Straßen mit Unrat überspült. Zudem war in einige Einkaufsmärkte Wasser gelaufen, das die Retter mit Spezialtechnik absaugen mussten.

Wegen der vielen Einsätze riefen die Leitstelle und die Feuerwehr am Mittag eine sogenannte Sonderlage aus. Die Zwönitzer übernahmen daraufhin die örtliche Einsatzleitung. Vorausgegangen war starker Regen. Laut Deutschem Wetterdienst fielen innerhalb kurzer Zeit in der Stadt bis zu 35 Liter auf den Quadratmeter. "Das ist in etwa die halbe Monatsmenge an Regen", erklärt Mitarbeiter Sebastian Manns. Der Grund: Über Zwönitz waren zwei Gewitterzellen zusammengezogen.

"Wasser, Wasser, Wasser", so kommentierte Gemeindewehrleiter Lars Seitenglanz das Geschehen am Montag. "Es war ein sehr kurzer, aber intensiver Regen. Das hat die Kanalisation nicht geschafft." Zu insgesamt acht Einsätzen waren er und seine Kameraden alarmiert worden, so zum Rossmann- und zum Netto-Markt an der Wiesenstraße, weil Wasser ins Geschäft gelaufen war. Die Dorfchemnitzer und die Niederzwönitzer Straße mussten von Schotter und Schmutz befreit werden; während des Einsatzes blieben die Straßen kurze Zeit gesperrt. In der Kita Regenbogen hatte es laut Wehrleiter Seitenglanz zudem Wasser aus der Kanalisation zurück ins Gebäude gedrückt.

Insgesamt waren 40 Feuerwehrleute im Einsatz. Am Nachmittag konnte die Sonderlage dann beendet werden. Ein größerer Schaden sei nicht entstanden, sagt Lars Seiten-glanz. Die Märkte Rossmann und Netto blieben am Montag aber vorerst noch geschlossen.

Meteorologen gehen davon aus, dass das Gewitterrisiko in Sachsen bis in die Nacht anhält, vor allem im Bergland. Stellenweise sei mit Hagel und Sturmböen zu rechnen. Am Dienstag soll der Regen dann nachlassen und die Temperatur wieder ansteigen auf 30 bis 32 Grad. (juef)

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