Zwönitzer Galvanik investiert in neue Fertigungstechnik

Die Firma veredelt am Tag 300 Tonnen an Metallen, vor allem für die Autoindustrie. Nun wurde der Standort modernisiert.

Zwönitz.

Kräftig investiert haben jetzt die Oberflächenbeschichter von Aalberts Surface Treatment Zwönitz: Sie haben eine neue Zink-Nickel-Fertigungslinie an einer vollautomatischen Gestellgalvanisierungsanlage in Betrieb genommen. Damit sind die Zwönitzer Beschichtungsspezialisten in der Lage, technisch besonders hochwertigen Korrosionsschutz aufzutragen.

"Großflächige Metallteile, aber auch Produkte in einer hohen Stückzahl, können in noch kürzeren Produktionszeiten dank des leistungsfähigen Automaten im Dreischichtrhythmus beschichtet werden", erklärt Betriebsleiter Steffen Kosma. Dabei konnte man auf das Know-how einer Bestandsanlage zurückgreifen, in der unter anderem Präzisions-Drehteile mit eigens entwickelter Dreh- und Kipptechnologie mit einer Zink-Nickel-Lösung oberflächenbehandelt werden. Die jetzt modernisierte Anlage, in die eine sechsstellige Summe investiert wurde, beherrscht neben Zink- und Zink-Eisen-Beschichtungen nun auch das Zink-Nickel-Verfahren.

"Die Gesamtinvestitionen in das Zwönitzer Werk betragen seit dem vergangenen Jahr rund eine Million Euro", sagt Holger Rohrer, der Geschäftsführer von Aalberts Surface Treatment Zwönitz. Aus dem einstigen Messgerätewerk hat sich mit der Zwönitzer Galvanik ein führender Oberflächenbeschichter entwickelt. Insgesamt gibt es in dem Werk zwölf Voll- und Halbautomaten im Gestell- und Trommelbereich. Über 300 Tonnen an Metallen durchlaufen täglich die Oberflächenveredelung in der Zwönitzer Galvanik.

Die Erzgebirger haben sich in den vergangenen Jahrzehnten auf dem Weltmarkt in der Oberflächenbeschichtung etabliert. Rund 200 Mitarbeiter sind in der Firma an der Lutherstraße beschäftigt. Zu über 90 Prozent wird für die Automobilindustrie produziert. "Durch die breite Aufstellung in vielen Produktsegmenten und mit Speziallösungen konnte die schwache und unsichere Konjunktur im vergangenen Jahr abgefedert werden. Es wurden außerdem viele neue Projekte gewonnen", berichtet Steffen Kosma. So blicke man optimistisch in die Zukunft, um die wachsenden Anforderungen gerade bei dem sich stark im Wandel befindlichen Automobilmarkt zu meistern.

Die Wurzeln des Unternehmens reichen bis 1976 zurück, als das VEB Messgerätewerk, Werk 7 in Betrieb genommen wurde. Seit 2019 gehörte es zur Aalberts Surface Treatment GmbH, mit rund 50 Standorten, über 3000 Mitarbeitern und rund 300 Millionen Euro Umsatz pro Jahr. Wer hinter die Türen der Firma blicken möchte, kann das am 12. September bei einem geplanten Tag der offenen Tür tun.


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