18 Live-Kameras übertragen Enduro-Spektakel in die Welt

Ein 80-köpfiges TV-Team hat das Getzen-Rodeo in Grießbach in Wort und Bild verbreitet. Das Filmmaterial wird noch für andere Zwecke genutzt.

Grießbach.

Das 8. Getzen-Rodeo in Grießbach dürfte am Wochenende auf der internationalen Weltbühne so viel Aufmerksamkeit wie noch nie bekommen haben. Denn erstmals wurde der Wettkampf mit 65 Startern und Tausenden Zuschauern live übertragen. Neben Hunderten Helfern war ein 80-köpfiges Team von Red Bull TV an der Strecke. Das Getzen-Rodeo ist in die Welt-Enduro-Super-Serie eingebettet, und als Medienpartner überträgt der Sender alle acht Rennen. "Weltweit und kostenlos", erklärte Projektleiter Hans Harich.

Mit einem aus mehreren Lastzügen bestehendem Tross waren die TV-Leute am Mittwoch angereist, um am nächsten Tag mit dem Aufbau der Technik zu beginnen. "Herzstück ist der Übertragungswagen, in dem alle Daten zusammenlaufen. Dort sitzen rund ein Dutzend Mitarbeiter, darunter auch der Regisseur. Daneben haben wir zwei Container mit Videoschnittplätzen", erklärte der für die Technik zuständige Produktionsmanager Martin Pichler. Mit seinen Technikern hatte er rund zehn Kilometer Kabel entlang der Strecke verlegt. "Das erste der beiden Rennen zeichnen wir auf und zeigen Bilder auf zwei großen Videowänden. Das zweite Rennen, bei dem nur die besten 20 Fahrer antreten, wird von 18 Kameras live übertragen. Einige Kameras stehen auf Plattformen am Streckenrand, andere tragen die Kameraleute auf der Schulter. Außerdem haben wir vier Nicht-live-Kameras, zehn Helmkameras, einen Kamerakran und eine Drohne im Einsatz", fügte Martin Pichler hinzu. Kommentiert wurde die Übertragung in Deutsch, Englisch und Spanisch. Wobei die die englischsprachigen Kommentatoren vor Ort waren, die deutschsprachigen in Salzburg und die Spanier in Madrid saßen.

Aus dem Videomaterial soll nach dem Rennen ein 26-minütiger Film mit den Höhepunkten des Getzen-Rodeos zusammengeschnitten werden. Auch die Bilder der Helmkameras, die die Strecke aus Sicht der Fahrer zeigt, sollen dazu ausgewertet werden. "Zusätzlich werden wir Szenen für Beiträge in sozialen Medien aufbereiten und Best-of-Schnitte externen Medien zur Verfügung stellen, damit zum Beispiel kommende Veranstaltungen hier in Grießbach beworben werden können", so Harich.


Ordnet die Papiere

Isabel Braun (41): Die Friseurmeisterin aus dem Drebacher Ortsteil Grießbach agierte im Organisationsbüro: "Bei uns laufen alle Daten zusammen. Wir erledigen den ganzen Papierkram. Ich bin seit dem ersten Getzen-Rodeo dabei und freue mich jedes Jahr aufs Neue, weil ich eine Leidenschaft für den Endurosport habe. Deshalb habe ich in diesem Jahr auch Rennen in Schweden, Norwegen und England besucht, vergangenes Jahr in Polen." (faso)


Verpflegt die Besucher

Gerhard Weber (72): Der Grießbacher stand für den Feuerwehrverein am Grill eines Imbissstandes: "Wir sind mit etwa 90 Kameraden im Einsatz - zum Teil zur Absicherung der Veranstaltung, zum Teil zur Versorgung der Zuschauer. Ich selbst war bisher bei jedem Getzen-Rodeo dabei. Das ist zwar immer mit viel Arbeit verbunden, aber es macht Spaß und ist einer der Jahreshöhepunkte unseres Vereinsleben." (faso)


Sorgt für gute Bilder

Martin Pichler (34): Der gebürtige Südtiroler ist als studierter Medientechniker seit knapp elf Jahren mit Red Bull TV weltweit unterwegs: "Die Strecke in Grießbach ist aus videotechnischer Sicht relativ einfach, da es sich um einen kompakten Rundkurs handelt. Livesendungen über Langstrecken-Enduroläufe wie zum Beispiel in Rumänien, bei denen Start und Ziel rund 160 Kilometer auseinanderliegen, sind wesentlich schwieriger umzusetzen." (faso)

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