29-Jähriger leitet Bauamt in Zschopau

Vor reichlich zwei Jahren hat Thomas Hoyer seine Tätigkeit als Sachbearbeiter in der Stadtverwaltung aufgenommen. Jetzt ist er für neun Mitarbeiter zuständig.

Zschopau.

Mit 29 Jahren ist Thomas Hoyer der jüngste Amtsleiter in der Zschopauer Stadtverwaltung. Nachdem die zweijährige Probezeit von Martina Wutzler im August endete und nicht verlängert wurde, hatte sich der gebürtige Klingenthaler für die Bauamtsleiterstelle im Rathaus beworben. Es hatte noch zwei externe Mitbewerber gegeben, doch die Wahl fiel auf den Nachwuchs aus dem eigenen Haus.

Der Aufstieg zum Amtsleiter ging innerhalb von reichlich zwei Jahren vonstatten. Im Januar 2018 begann Thomas Hoyer als Sachbearbeiter für Fördermittel. "Ich war dafür zuständig, den Abrechnungsstand abzuarbeiten, der sich aufgestaut hatte. Außerdem kümmerte ich mich um die Akquise neuer Fördermittel für Bauprojekte." Nach dem Wechsel von Sachgebietsleiter Thomas Berger in die Drebacher Gemeindeverwaltung übernahm Hoyer dessen Aufgaben, bevor er im August die Amtsleiterstelle besetzte.

Seine akademische Laufbahn begann der Klingenthaler an der Technischen Universität Dresden. Dort studierte er Stadt- und Regionalplanung und machte seinen "Master of Science" - den Master-Abschluss auf dem Gebiet der Naturwissenschaften. Thomas Hoyer arbeitete anschließend zwei Jahre in einem Planungsbüro für Städtebau und Umweltplanung im Vogtland, bevor ihn die Liebe nach Chemnitz verschlug und er seine Bewerbung an die Zschopauer Stadtverwaltung verschickte.

Als Bauamtsleiter ist Thomas Hoyer heute für neun Mitarbeiter im Rathaus zuständig. Hinzu kommen Bauhofarbeiter und Hausmeister der städtischen Einrichtungen. "Ich bin nicht der Typ, der alles umkrempeln muss. Dinge, die gut laufen, sollte man auch weiter so machen", sagt er über seinen Führungsstil. Andererseits diskutiere er auch mit seinen Mitarbeitern, um zu sehen, wo sich vielleicht etwas verbessern lässt.

Zu den großen Projekten, die ihn nächstes Jahr fordern werden, zählt Thomas Hoyer die Erschließung des des neuen Gewerbegebiets. Während das Aufstellen von Bebauungsplänen zu seinen Kernaufgaben beim früheren Arbeitgeber zählte, müsse er sich in den Tiefbau noch etwas einarbeiten. "Da weiß ich mich aber bei meinen Kollegen in guten Händen, die mir dabei helfen." Doch auch der möglicherweise im kommenden Jahr anstehende Bau des Bürgersaals und der Breitband-Ausbau in Gornau dürften den Bauamtsleiter und seine Mannschaft fordern.

Für Oberbürgermeister Arne Sigmund ist der neue Amtsleiter eine sehr gute Wahl: "Ich selbst habe ihn zu diesem Schritt ermutigt. Er hat eine ruhige, sachliche Art, ist strukturiert und vor allem sehr kreativ: Für jedes Problem findet er eine Lösung. Seine Bewerbung hat auch den Stadtrat ohne große Diskussion überzeugt." Auch mit den anderen beiden Amtsleiterinnen arbeite Thomas Hoyer gut zusammen. "Ich bin dankbar, dass ein so junger Mann bereit ist, Verantwortung zu übernehmen und sich dieser auch stellt", schätzt der Oberbürgermeister seinen neuen Amtsleiter. (mit mb)

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