Abgelagerter Müll verursacht zunehmend Ärger

An vielen Straßen in der Region wird illegal Müll entsorgt. An der S 216 zwischen Rothenthal und Rübenau wird es dabei besonders eklig.

Rübenau.

Uwe Grandner ist sauer. Beinahe täglich fallen dem Rübenauer neue illegale Müllablagerungen an den Straßen der Umgebung auf. Besonders häufig wird der Abfall entlang der Staatsstraße 216 zwischen Rothenthal und Rübenau entsorgt. Dabei ärgert sich Grandner nicht nur über die schiere Menge an Abfall. Auch was dort landet, lässt den Rübenauer wortwörtlich sauer aufstoßen. Denn nicht nur Küchen- und Hausabfälle werden entsorgt. Seit einiger Zeit landen auch Elektroschrott und sogar benutzte Windeln im Wald. "Es wird täglich mehr, was da weggeworfen wird. Das Ganze geht nun schon seit dem Frühjahr", sagt Uwe Grandner.

Den Müll im Wald habe er dokumentiert, die Fotos an die Olbernhauer Stadtverwaltung und die Straßenmeisterei in Zöblitz weitergeleitet. Doch getan hat sich zunächst wenig. Erst später haben Arbeiter von Staatsforst und Straßenmeisterei den Abfall entsorgt - ganze zwölf volle Müllsäcke und zusätzlich noch Sperrgut.

Das Problem mit dem illegal abgelagerten Müll zwischen Rothenthal und Rübenau ist kein Einzelfall. Im zurückliegenden Jahr wurden im Erzgebirgskreis Abfälle und Müllablagerungen entlang der Strecken mit einem Aufwand für Personal und Technik in Höhe von rund 20.000 Euro beseitigt, sagt Landratsamtssprecher Stefan Pechfelder. Für das aktuelle Jahr beträgt der Aufwand für Personal und Technik bislang rund 15.000 Euro.

Eine dauerhafte Lösung des Müllproblems ist jedoch schwierig, da sich die Verursacher in den wenigsten Fällen ausfindig machen lassen. "Im Grunde besteht für uns nur die Möglichkeit, den Abfall nach Indizien wie Adressen oder sonstigen Anhaltspunkten zu sichten", sagt Stefan Pechfelder. Im Abfall an der Staatsstraße 216 war das möglich, denn es befanden sich unter anderem Kartons mit einer Anschrift in Satzung darunter.

"Bei ausreichender Verdachtslage erstattet die Forstbehörde eine Anzeige gegen die Person", sagt Pechfelder. In jedem Fall wäre eine Anzeige gegen Unbekannt möglich. Denn die illegale Entsorgung von Abfällen stelle im einfachen Fall eine Ordnungswidrigkeit dar. Wenn es um gefährliche Abfälle geht - etwa Autos mit Ölrückständen - handelt es sich um eine Straftat. Bußgelder zwischen 10 Euro für das Weg- werfen von Zigaretten oder Papier- taschentüchern bis hin zu 25.000 Euro für belastete Bauschuttablagerungen sieht der Strafrahmen vor. (mit jwen)

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