Abkürzung führt durchs Wohngebiet

Umleitungsärger in Marienberg: Die Stadt richtet einen Appell an Autofahrer. Vor allem wegen Sicherheitsbedenken.

Marienberg.

Seit der zweiten Aprilwoche ist die Marienberger Innenstadt aus Richtung Annaberg eigentlich nur über eine großräumige Umleitung erreichbar. Denn die Annaberger Straße ist stadteinwärts wegen Kanalarbeiten ab der Kreuzung zur S 221 noch bis voraussichtlich Anfang Mai gesperrt. Deshalb wird der Verkehr schon vor dem Ortseingang über die Straße zum Großrückerswalder Flugplatz offiziell umgeleitet. Nur: Viele Autofahrer halten sich nicht daran.

Ortskundige kürzen stattdessen durch die Wohnsiedlungen ab. Sie nutzen die deutlich kürzeren Wege mitten durch die Wohngebiete an der Silberallee und am Goldkindstein. Über das höhere Verkehrsaufkommen am Goldkindstein seien bereits Beschwerden bei der Stadtverwaltung eingegangen, bestätigt Sprecherin Gisela Clausnitzer.

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Sie richtet einen Appell an die Verkehrsteilnehmer, etwas mehr Zeit einzuplanen und die offizielle Umleitung über Wolfsberg und die B 171 zu nutzen. Allen voran wegen Sicherheitsbedenken. Denn entlang der Silberallee befinden sich Grund-, Oberschule und Kindertagesstätte. Dort gilt generell Tempo 30 und vor der Grundschule und dem Kindergarten sogar verkehrsberuhigter Bereich - mit entsprechend eingeengter Fahrbahn. Selbst Lkw-Fahrer nutzen den Schleichweg durchs Wohngebiet.

Weil generell kein Durchfahrverbot besteht, hofft Stadtsprecherin Gisela Clausnitzer auf die Einsicht der Verkehrsteilnehmer, um eine Gefährdung für Kinder und Anwohner so gering wie möglich zu halten.

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