Alarmierung: Bürgermeister spricht sich für Änderung aus

Nach Treffen mit den Olbernhauer Wehrleitern zeichnet sich Lösung ab

Olbernhau.

Die Stadt Olbernhau prüft eine Änderung ihrer Alarm- und Ausrückeordnung. Das ist das Ergebnis eines Treffens der zwölf Wehrleiter beziehungsweise deren Stellvertreter. Eingeladen waren zudem der Ältestenrat und Vertreter der Verwaltung. Ebenfalls mit dabei: die beiden stellvertretenden Kreisbrandmeister Gunnar Ullmann sowie Kai Endtmann. Es sei gemeinsam über die aktuelle Situation gesprochen worden, teilte der Olbernhauer Bürgermeister Heinz-Peter Haustein (FDP) mit. Inzwischen zeichnet sich ab: In Zukunft könnten Wehren, die wegen des Personalmangels tagsüber als nicht einsatzbereit gemeldet sind, parallel mit alarmiert werden.

Die Beratung fand zur Beilegung der bestehenden Meinungsverschiedenheiten statt. Steffen Kliem hatte sein Amt als Stadtwehrleiter niedergelegt. Als einen Grund für seine Entscheidung gab er an, dass er sich unter Druck gesetzt fühle. Die Wehrleiter aus Dittmannsdorf, Denny Hantsche, und Hallbach, Frank Kleiner, hatten sich dafür ausgesprochen, die Alarmierung auszuweiten, sodass ihre Wehren bei Notfällen im Ort nicht mehr außen vor bleiben. Steffen Kliem befürchtete, dass es aufgrund des Mangels an Atemschutzgeräteträgern zu gefährlichen Situationen kommen könnte. Das sei nicht zu verantworten. Seit dem Rücktritt leitet Udo Müller die Stadtwehr kommissarisch.

Bürgermeister Heinz-Peter Hau-stein betonte, dass nunmehr eine parallele Alarmierung angestrebt werde. Soll heißen: Kleinere Wehren rücken mit aus, wenn zum Beispiel in ihrem Ortsteil ein Unfall passiert ist. Sie können auf diese Weise ihre Ortskenntnisse einbringen. Da sie mitunter in nicht ausreichender Stärke präsent sind, werden parallel umliegende Wehren oder eine größere verständigt. So sind genügend Rettungskräfte am Ort des Geschehens. Diesen Vorschlag hatte zuletzt unter anderem Gunnar Ullmann unterbreitet.

Zunächst stehen in der Stadt weitere Gespräche an, sagte Haustein. Wichtig sei es darüber hinaus, sich mit der zuständigen Rettungsleitstelle in Chemnitz zu verständigen. In Hinblick auf Änderungen ist ihre Zustimmung wichtig.

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