Anbau an Oberschule wird deutlich teurer

Olbernhau beauftragt zusätzlichen Schutz vor Radonstrahlung

Olbernhau.

Die Bauarbeiten sind in vollem Gange, das Äußere des neuen Anbaus der Olbernhauer Oberschule lässt sich bereits erkennen. Doch inzwischen hat sich gezeigt: Die ursprünglich geplanten Kosten werden sich nicht halten lassen. Darüber informierte Stefan Procksch, der im Rathaus für das Bauamt zuständig ist.

Bei rund zwei Millionen Euro sollten einst die Gesamtkosten liegen. Stefan Procksch geht davon aus, dass sie um eine Summe im niedrigen sechsstelligen Bereich steigen. Zur genauen Höhe äußerte sich der Bauamtsleiter zurückhaltend. Zunächst sollen die Stadträte informiert werden.

Als einen Grund nannte Stefan Procksch den höheren Aufwand aufgrund einer speziellen Radondichtung, die eingebaut wurde. Sie soll den Untergrund abschirmen. Bei Radon handelt es sich um ein radioaktives Edelgas, das im Erzgebirge vergleichsweise häufig vorkommt. Stefan Procksch betont, dass im Hinblick auf Olbernhau keine erhöhte Gefahr vorliege. Die Dichtung sei lediglich eine vorsorgliche Maßnahme. Die Familien müssen sich laut Procksch demzufolge keine Sorgen machen. Es gebe gesetzliche Anforderungen, nach denen sich die Stadt zu richten habe.

Radon kann in der Luft des Bodens vorkommen. Entweicht die Luft, besteht die Gefahr, dass sie in Gebäude einströmt. Konzentriert sich das Gas, kann dies Folgen für die Gesundheit haben. So ist laut Studie Radon nach dem Rauchen die zweihäufigste Ursache für Lungentumore. Solche Risiken sollen minimiert werden. Die Europäische Union hat daher vor mehreren Jahren Grenzwerte festgelegt.

In dem Anbau werden Fachkabinette sowie eine Einfeldturnhalle entstehen. Für die Schüler verbessern sich somit die Bedingungen, unter denen sie lernen und Sport treiben. Wann genau der Anbau offiziell übergeben wird, steht noch nicht fest. Zunächst hieß es: nach den Winterferien kommenden Jahres. Der Termin ist jedoch nicht zu halten. Denn es gibt einen mehrwöchigen Bauverzug. Wegen des Wetters hatten die Arbeiten erst spät starten können.

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