Arbeitslosenquote im Kreis sinkt leicht

7514 Menschen im Erzgebirge sind im Mai ohne Job gewesen. Firmen suchen weiterhin verstärkt Fachkräfte. Die Arbeitsagentur sieht jedoch auch Chancen für Geringqualifizierte.

Annaberg-Buchholz.

Die Anzahl der Arbeitslosen im Erzgebirgskreis ist entgegen dem Bundestrend im Mai erneut gesunken. Das geht aus der Statistik hervor, die die hiesige Arbeitsagentur am Mittwoch veröffentlicht hat. Demnach haben 7514 Menschen keinen Job, das sind 271 weniger als im April. Die Arbeitslosenquote beträgt 4,3 Prozent, im April waren es 4,4 Prozent.

Nino Sciretta, Chef der Agentur für Arbeit Annaberg-Buchholz, spricht von "einer guten Aufnahmefähigkeit des regionalen Arbeitsmarktes". Das sei vor allem auf sogenannte Beschäftigung schaffende Maßnahmen des Jobcenters zurückzuführen - also subventionierte Arbeit. "Firmen suchen weiterhin verstärkt Fachkräfte, geben aber auch Geringqualifizierten eine Chance und bilden diese während der Beschäftigung weiter. Qualifizierung ist eine gute Brücke in den Arbeitsmarkt und ein Garant für eine dauerhafte Beschäftigung", so Sciretta. Momentan nutzten im Kreis mehr als 500 Menschen die Möglichkeit, sich beruflich weiterzubilden.


Wie die Agentur weiter mitteilte, sank die Anzahl der Stellenangebote um 79 gegenüber dem Vormonat. Jedoch sei die Anzahl der offenen Stellen mit 2869 nach wie vor hoch. In vielen Berufen gibt es nicht genügend Bewerber, um die Arbeitsplätze zu besetzen. So stehen in der Fertigung 1260 Stellen 752 Arbeitslose gegenüber und in Gesundheitsberufen 448 Stellen 251 Arbeitslose. Es gibt aber auch Berufe, in denen die Nachfrage das Angebot übersteigt. Das trifft etwa auf Büroberufe (123 Angebote/467 Arbeitslose) und Jobs in dem Bereich Verkehr- und Logistik (340 Stellen/439 Arbeitslose) zu.

In den Regionen fällt die Arbeitslosenquote unterschiedlich aus. In den Geschäftsstellen Stollberg und Zschopau lag sie bei je 3,7 Prozent, in Marienberg bei 4,2, in Annaberg bei 4,5 und in Schwarzenberg bei 4,8 Prozent. Schlusslicht ist Aue mit 5 Prozent. Die bundesweite Quote lag im Mai unverändert bei 4,9 Prozent.

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