Aufruf beschert eine Reihe an Vorschlägen

Bürgerhaushalt der Stadt Olbernhau umfasst in diesem Jahr 70.000 Euro

Olbernhau.

Die Stadt Olbernhau hat einen Bürgerhaushalt eingerichtet und die Menschen im Ort aufgerufen, Vorschläge zu unterbreiten. Die Frage: Wofür sollten die in diesem Jahr zur Verfügung stehenden 70.000 Euro ausgegeben werden? Inzwischen sind einige Ideen eingegangen.

Während des Technischen Ausschusses war über die Vorschläge diskutiert worden. Dabei zeigte sich: Sie alle haben ihre Vorzüge, mitunter aber auch Nachteile. Wofür Geld genutzt wird, blieb daher zunächst offen. Wann die Entscheidung fällt, steht noch nicht fest.

Christoph Ulrich

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So wurde vorgeschlagen, den Spielplatz am Bierwiesenteich im Stadtteil Pfaffroda zu erneuern. Rat Hartmut Tanneberger (SPD) merkte an, dass es sich beim Spielplatz allerdings um eine Pflichtaufgabe handle. Damit bezog er sich auf den Aufruf, den die Stadt im Zuge des Bürgerhaushaltes veröffentlicht hatte. Darin heißt es, dass die vorgeschlagenen Projekte der Allgemeinheit zugute kommen sollen. Es dürfe sich nicht um Pflichtaufgaben handeln. Also keine Aufgaben, die die Stadt Olbernhau ohnehin erfüllen muss. Jedes ausgewählte Projekt soll laut Aufruf mit 10.000 Euro unterstützt werden.

Ebenfalls unter den Vorschlägen: ein großer Fotorahmen. Er könnte an einem Ort mit schönem Ausblick auf die Stadt aufgestellt werden. So könnten sich Touristen oder Olbernhauer davor stellen und Fotos aufnehmen. Werden sie etwa in den sozialen Medien veröffentlicht, steigt die Bekanntheit der Stadt. Andere Idee: Der Kauf einer mobilen Geschwindigkeitsanzeige, die Raser auf ihre zu hohe Geschwindigkeit hinweist. Zudem wurde vorgeschlagen, das Begrünen von Flachdächern zu bezuschussen.

Stadtrat Matthias Polster (FDP) setzte sich während des Ausschusses für eine bessere Vermarktung der Stadt mithilfe des Reiterleins ein. Es sei schließlich das Maskottchen und damit das Aushängeschild der Stadt. Es gebe viele Menschen, die nach Olbernhau kommen, um das Reiterlein zu sehen. Damit es sich künftig nicht nur während der Adventszeit beziehungsweise in den kalten Monaten antreffen lässt, könnte ein 2,50 Meter großes Reiterlein geschaffen werden, das sich das gesamte Jahr über als Fotomotiv eignet. Die Gestaltung soll modern gehalten sein, wie sie etwa seitens der Stadt auf Briefbögen genutzt wird.

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