Ausgediente Weihnachtsbäume bescheren wohliges Winterfeuer

300 Besucher haben am Samstag in Oberneuschönberg gefeiert. Ein großer Teil kam mit dem Zug angereist, der extra für sie noch ein Stück weiter fuhr.

Oberneuschönberg.

Etwa 130 Fahrgäste haben am Samstag die Gelegenheit genutzt, mit dem Zug bis nach Oberneuschönberg zu fahren, um dort das in diesem Jahr zum neunten Mal stattfindende Winterfeuer zu besuchen. Normalerweise endet die von Chemnitz kommende Linie bereits in Grünthal. Extra für das am Alten Stellwerk stattfindende Fest fährt aber seit 2014 einer der Züge die etwa einen Kilometer lange Strecke weiter.

Angezündet wurde das Feuer dort bereits kurz vor Ankunft des Zuges von Bodo Vyskocil. "Wir sind mit zehn Kameraden für das Feuer, etliche Fackeln, Schwedenfeuer und Feuerkörbe im Areal zuständig", so der Feuerwehrmann, der auch am Aufbau des Feuers beteiligt war. "Im Wesentlichen sorgen ausrangierte Weihnachtsbäume für lodernde Flammen", so Bodo Vyskocil. Diese schlugen fünf bis sechs Meter in den frostigen Sternenhimmel, als die 17.25 Uhr mit der Bahn angereisten Besucher ausstiegen. "In Olbernhau war der Zug bereits gut gefüllt, viele Gäste sind im Raum Pockau-Lengefeld zugestiegen. Einen Weihnachtsbaum hatte aber keiner mit", so Erzgebirgsbahn-Chef Lutz Mehlhorn, der auch mit im Zug saß.

Bereits in Flöha stieg Falk Büttner zu. "Ich habe geschäftliche Kontakte nach Olbernhau und wurde eingeladen. Ich war neugierig und wollte mir das Winterfeuer gern ansehen", so der Flöhaer. Zuletzt verließen ein Eisbär, ein Rentier, ein Pinguin und eine Eiskönigin den Zug. "Vor allem zur Unterhaltung der Kinder hatten wir vor ein paar Jahren die Idee, Figuren durchs Areal laufen zu lassen, die auch kleine Geschenke verteilen. In diesem Jahr ist Sven, das Rentier, neu hinzugekommen", so Jörg Gamisch vom Stellwerkteam, der sich schon während der Veranstaltung zufrieden mit der Resonanz zeigte: "10 Grad unter Null, Schnee, dazu scheint der Vollmond vom sternenklaren Himmel: Das ist das ideale Umfeld für unser Winterfeuer und die etwa 300 Gäste."

Gegen 19.25 Uhr fuhr wieder ein Zug am Alten Stellwerk ein und nahm einen großen Teil der Winterfeuerbesucher auf, um sie nach Hause zu bringen. "Die Zeit ist viel zu schnell vergangen. Mir hat es super gefallen. Ich komme nächstes Jahr wieder und bringe noch Freunde und Bekannte mit", so der Flöhaer Falk Büttner.

Die nächsten Höhepunkte in Oberneuschönberg sind laut Jörg Gamisch zunächst das Hexenfeuer am 30. April. "Und zu Pfingsten veranstalten wir ein Klappfix-Treffen. Danach machen wir uns aber auch schon Gedanken für das zehnte Winterfeuer im kommenden Jahr", so Gamisch.

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