Baustart für Tagesstätte erst nächstes Jahr

Ursprünglich sollten die Arbeiten an der Einrichtung im Ortsteil Wernsdorf im Herbst beginnen. Doch noch immer wartet die Stadt Pockau-Lengefeld auf die Fördermittel.

Wernsdorf.

Es ist laut Bürgermeister Ingolf Wappler (CDU) eines der wichtigsten Projekte der Stadt Pockau-Lengefeld: der Kita-Neubau im Ortsteil Wernsdorf. Der Plan eines Architektenbüros für die Gestaltung der Einrichtung liegt bereits vor. Auch die Auflage, ein Nachbargrundstück zu kaufen, um eine Förderung vom Freistaat zu erhalten, hat die Kommune erfüllt. "Das Flurstück ist bereits ins Grundbuch eingetragen worden", bestätigt Ingolf Wappler. Kostenpunkt inklusive der Ausgaben für die Vermessung: rund 25.000 Euro.

Dennoch wird der ursprünglich geplante Baustart im Herbst dieses Jahres nicht zu halten sein. Die Ursache: Die Förderperiode sowie das Volumen des Programms "Vitale Dorfkerne und Ortszentren im ländlichen Raum" seien zu schmal bemessen gewesen. "Unser Antrag auf Förderung des Neubauvorhabens ist nicht berücksichtigt worden", so Bürgermeister Wappler. Die Stadt sei nun bemüht, bei der kommenden Förderperiode zum Zuge zu kommen. "Die Anträge liegen in der Schublade und gehen zu Beginn der neuen Antragsfrist Anfang Dezember sofort raus", betont Wappler.


Die Gesamtkosten für den Neubau sind mit rund 1,5 Millionen Euro veranschlagt worden. Ob sich diese Kalkulation halten lässt, sei angesichts der Preisentwicklungen in der Baubranche noch offen. Für den Neubau sei ein modernes, offenes Design geplant, sagt Ingolf Wappler. Die zwei Teilgebäude für Kita und Hort sollen über einen lichtdurchfluteten Abschnitt miteinander verbunden werden. Die einzelnen Gebäudeabschnitte wiederum sollen jeweils in einer anderen Farbe gestaltet werden. "Auf die Kinder wartet somit eine komplett bunte Kita", so Wappler.

Mit rund 40 geplanten Plätzen wird die Einrichtung etwas größer als der aktuelle Bedarf. Wappler erklärt: "Wir wollen etwaige Schwankungen gleich im Voraus ausgleichen können." Zudem rechnet die Stadt damit, dass auch Kinder aus dem Umland die Einrichtung besuchen werden. Diese Rechnung sei schon bei der Kita im Ortsteil Lippersdorf aufgegangen. "Dort kommen die Kinder zum Teil auch aus dem Nachbarlandkreis", so Wappler.

An der Trägerschaft der Einrichtung soll sich nichts ändern. Diese bleibt weiterhin bei der Stadt. Allerdings habe Pockau-Lengefeld, wie zahlreiche andere Kommunen in der Region, bei Erziehern mit dem Fachkräftemangel zu kämpfen. Davon sind laut Ingolf Wappler die Kindertagesstätten der Stadt nicht ausgeschlossen. Die Stadt müsse regelmäßig Schwangerschaftsvertretungen ausschreiben. Bis diese Stellen besetzt werden können, dauere es durchschnittlich drei bis vier Monate.

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