Besucherstruktur im Lengefelder Kalkwerk hat sich geändert

Die Museumsleiterin zieht eine positive Bilanz der jüngsten Saison.Ein erfreulicher Trend: Es kommen viele junge Familien mit Kindern nach Lengefeld.

Lengefeld.

Die Saison im Museum Kalkwerk ist beendet - wenn auch nach Anmeldung weiterhin Führungen möglich sind. Am letzten Tag vor der Schließzeit hatten sich knapp 20 Besucher noch einmal auf den Weg zur Bruchsohle gemacht und sind dort zum letzten Mal in diesem Jahr in das alte Sprengmittellager eingefahren. Abgerundet wurde die Atmosphäre nach der Besichtigung mit dem Aufstieg bei Fackelschein.

Martina Reichel, die seit 2009 die Leitung des Museums inne hat, zeigt sich mit der zu Ende gegangenen Saison, die im Museum Kalkwerk von April bis Ende Oktober dauert, insgesamt zufrieden. "Mit etwa 6000 Besuchern haben wir den Durchschnitt der vergangenen Jahre wieder erreicht", sagt sie. Ihren Beobachtungen zufolge hat der Anteil junger Familien mit Kindern unter den Gästen des Museums stark zugenommen. "Ein sehr erfreulicher Trend", so die Museumsleiterin.

An besonderen Höhepunkten im Museumsjahr 2016 nennt Martina Reichel das Kalkofenfest im Juni und den Naturmarkt im September. "Beide Veranstaltungen haben sich etabliert und wurden wieder gut angenommen", blickt sie zurück. Vor allem in der Zeit der Orchideenblüte, wenn die annähernd 6000 wild wachsenden Orchideen im Juni und Juli auf der Tagebruchsohle blühen, war auch die Nachfrage nach botanischen Führungen wieder sehr groß.

Während das Kalkofenfest erst wieder 2018 stattfindet, sollen im September kommenden Jahres eine Museumsnacht und auch wieder ein Naturmarkt Besucher ins Museum Kalkwerk locken. Vorgesehen sind im kommenden Jahr auch wieder Musikveranstaltungen, Sonderausstellungen und museumspädagogische Projekte, wie sie bereits seit Jahren mit der Lengefelder Oberschule praktiziert werden.

In der bis Ende März dauernden Schließzeit werden von den Mitarbeitern des Museums auch dafür bereits die Vorbereitungen getroffen. "Trotz der Schließzeit finden auf Anmeldung Mettenschichten und Führungen statt. Zudem nutzen wir die Zeit unter anderem für Museumsarbeit im eigentlichen Sinne: Die Sammlung muss betreut werden, das Archiv gepflegt und auch eine Inventur vorgenommen werden. Zudem stehen Pflege und Werterhaltungsmaßnahmen an", blickt Martina Reichel voraus.


Mettenschichten sind ausgebucht

Der historische Teil des Kalkwerks Lengefeld wird ab 1978 restauriert.

Seit dem 7. Oktober 1986 ist es als technisches Denkmal und Museum geöffnet.

Im Kalkwerk Lengefeld wird 1962 ein neues Sprengmittellager am Rande der Bruchsohle durch den Schachtbau Nordhausen aufgefahren. Das Lager geht ein Jahr später in Betrieb. Mehrere Steinbruchbetriebe und andere sprengberechtigte Einrichtungen nutzten es bis etwa 1995. Danach wird es vom Museum für Führungen und Mettenschichten genutzt.

Etwa 200 Führungen finden jährlich im Museum Kalkwerk statt. Die insgesamt fünf Mettenschichten, die in der kommenden Vorweihnachtszeit stattfinden und die von der Knappschaft Lengefeld abgehalten werden, sind bereits jetzt vollkommen ausgebucht.

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