Bürgermeister: Gespräch ernüchternd

Die Sanierung der maroden Straßen und einer Brücke in Neuhausen ist weiter ungeklärt. Wird ein Gespräch im Wirtschaftsministerium helfen?

Neuhausen.

"Ernüchternd" sei das Gespräch im Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) gewesen, das Neuhausens Bürgermeister Peter Haustein (parteilos) und Vertreter des Amtes geführt haben. Thema waren die maroden Staatsstraßen 207 und 211, deren Zustand mit drastischen Mitteln kritisiert wird. So hatten junge Neuhausener mit einer Drohne den Zustand gefilmt. Der Streifen hatte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) erreicht und wurde von dort aus ins Wirtschaftsministerium geleitet.

"Ich habe ja nicht erwartet, dass der Straßenbau morgen beginnt, aber schon, dass sich etwas dreht", sagt Peter Haustein. Das Gegenteil aber habe er erfahren müssen. Lasuv-Sprecherin Isabel Siebert erklärt: "Das Gespräch hatte zunächst mal das Thema, die geplanten Brückenneubauten im Zuge der S 211 zu beraten. Hier hat das Lasuv zugesichert, die Baupläne bis Juli 2019 fertigzustellen, um sie dann der Landesdirektion Sachsen zu übermitteln und das Planfeststellungsverfahren wieder aufnehmen zu können." Genau das aber kann Haustein nicht nachvollziehen. An dem Brückenbau werde seit etwa elf Jahren geplant, nun soll das Planfeststellungsverfahren erneut aufgenommen werden. Er wirft dem Lasuv Versäumnisse vor, die offenbar mit dem Verfahren ausgeräumt werden sollen. Damit sei aber weiterhin offen, wann der Brückenbau beginnen werde. "Es dauert wieder mindestens ein Jahr, bis alle Beteiligungen durchgeführt worden sind. Ich habe dem weiteren Gespräch dann entnommen, dass das komplette Planfeststellungsverfahren zu wiederholen eine Ermessensfrage der Landesdirektion ist."

Eine Sanierung der Staatsstraßen 207 und 211 allerdings werde laut Lasuv nicht vorgezogen. "Zunächst werden nun vom Amt die Straßenschäden aufgenommen, um dann entsprechend der bereitgestellten Mittel entscheiden zu können", sagt Haustein und spricht von "eventuellen größeren Ausbesserungen".

Um möglicherweise für Neuhausen doch mehr erreichen zu können, hat Haustein an Ministerpräsident Michael Kretschmer geschrieben. Für den 25. April sei ein Termin im Wirtschaftsministerium vereinbart.

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