Dampfross krönt Ausstellung

Eine Lokomotive im Maßstab 1:6 ist demnächst im Olbernhauer Museum zu sehen. Als Vorbild diente ein berühmtes Modell.

Olbernhau.

Mit vereinten Kräften, einem Scherenhubwagen sowie dem hauseigenen Aufzug haben am Dienstagnachmittag vier Männer eine Dampflok in die erste Etage des Olbernhauer Museums transportiert. Zwar handelte es sich um ein Modell, allerdings um eines, das es in sich hat: etwa 150 Zentimeter lang und rund 200 Kilogramm schwer.

Gebaut hat die Dampflok, deren Vorbild im Original bei der Preßnitztalbahn im Einsatz ist, Torsten Seipt. Doch bevor der Saydaer im Jahr 2001 mit dem Bau beginnen konnte, waren umfangreiche Recherchen nötig. "Für mich stand fest, dass es eine sächsische IV K sein sollte", sagt Torsten Seipt. Bezeichnet wurden so ab 1900 die vierachsigen Schmalspurdampflokomotiven der Bauart Günther-Meyer mit 750 Millimeter Spurweite bei den Königlich Sächsischen Staatseisenbahnen. Mit 96 Exemplaren handelt es sich bei der sächsischen IV K um die meistgebaute Schmalspurdampflokomotive für eine Staatsbahn in Deutschland.

"Aus dem Dresdner Verkehrsmuseum habe ich eine Gesamtzeichnung der Lok bekommen, die dann Grundlage für mein Modell im Maßstab 1:6 war, bei dem die Spurweite 127 Millimeter beträgt", so der 34-jährige Werkzeugbauer über die Lok, die für den Fahrbetrieb geeignet ist. "Wie das Original, wird auch das Modell mit Steinkohle befeuert. Der Wasserkessel fasst 12 Liter. Sie kann in der Ebene, auf angehängten Wagen, bis zu 20 Menschen befördern", berichtet Torsten Seipt. Meist fährt sie in Langenau beim dortigen Eisenbahnverein.

Im Olbernhauer Museum ist sie bis zum Februar des kommenden Jahres Blickfang und Teil einer Ausstellung, welche nächste Woche eröffnet wird und in der sich alles um Dampfmaschinenmodelle dreht. "Schon allein wegen ihrer stattlichen Größe ist die Lokomotive natürlich ein besonderes Exponat", schwärmt Museumsleiterin Katharina Scheithauer.

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