Das Elternhaus im Miniaturformat

In Wolkenstein steht neuerdings das Streckewalder "Lahl-Gut", und darüber freut sich besonders Monika Grunewald.

Streckewalde.

Im Jahr 1968 ist Monika Grunewald aus ihrem Elternhaus in Streckewalde ausgezogen, jetzt kommt es zu ihr zurück und zwar in Form eines Modells. Sie will das Gebäude in ihr Wohnzimmer in Wolkenstein stellen, abends das Licht einschalten und einfach nur beobachten, wie der Lichtschein durch die Gardinen fällt.

Für die Miniaturausgabe des Elternhauses von Monika Grunewald zeichnet Günther Siegert verantwortlich. Der Streckewalder ist bekannt für seine Modellhäuser, die er seit zehn Jahren herstellt. Derzeit läuft in der ehemaligen Streckewalder Schule noch eine kleine Ausstellung mit von ihm gefertigten Modellhäusern. "Ich habe mir die Häuschen angesehen, dazu die Fotos, die er von den Häusern in Streckewalde besitzt", erzählt die Wolkensteinerin. Das waren Bilder von fast allen Häusern in dem Großrückerswalder Ortsteils - bis auf eines, das Elternhaus Monika Grunewalds. Das Gebäude wurde im Laufe der Jahre umgebaut, aber Monika Grunewald besitzt eine Fotografie davon. "Das ist ein Foto, das ich selbst geschossen habe, mit einer Pouva Start. Die Kamera war mein Lohn für ein Jahr Kühe hüten", erzählt die 71-Jährige schmunzelnd. Die Pouva Start war eine Mittelformatkamera, hergestellt ab 1952 in Freital, die mit Rollfilmen beladen wurde. Der Preis für die Pouva Start, deren Gehäuse aus Bakelit gefertigt wurde, betrug 16,50 Mark.

Christoph Ulrich

Ulrichs Bilanz:Der „Freie Presse“-Wirtschaftsnewsletter von Chef­korrespondent Christoph Ulrich

kostenlos bestellen

Dieses Foto gab Monika Grunewald Günther Siegert, und er baute das Elternhaus nach, das in Streckewalde unter dem Namen "Lahl-Gut" bekannt ist. Als Monika Grunewald das fertige Modellhaus sah, war sie fast sprachlos. "Das ist mit so viel Liebe gefertigt, sogar an die Tiere vor dem Haus hat er gedacht", freut sie sich.

Das Häuschen bekommt einen Platz im Grunewaldschen Wohnzimmer, Günther Siegert möchte es für künftige Ausstellungen ausleihen. "Das ist kein Problem, und wir brauchen dafür auch keinen Leihvertrag. Das geht bei uns per Handschlag", sagt Monika Grunewald.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...