Deutschneudorfer Räte lehnen Erhöhung der Elternbeiträge ab

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Die Gemeinde bewegt sich beim Krippenbereich nicht innerhalb der vom Gesetzgeber geforderten Spanne. Das soll so bleiben.

Deutschneudorf.

Geht es nach dem Willen der Deutschneudorfer Gemeinderäte sollen Familien im Ort nicht stärker finanziell belastet werden. Sie sprachen sich gegen eine Erhöhung der Elternbeiträge aus. Um einen Beschluss handelt es sich nicht. Bürgermeisterin Claudia Kluge (FDP) hatte lediglich ein Stimmungsbild eingeholt. Der Grund: Sie soll bis Ende Juli dem Landkreis mitteilen, wie die Gemeinde mit dem Thema umgeht.

Es zeigte sich rasch: Für eine Erhöhung würde sich im Gremium keine Mehrheit finden. So sprachen sich Frank Gude (FDP) sowie Anke Heidenreich (WfD) gegen eine zusätzliche Belastung der Familien aus. In Anbetracht der guten finanziellen Situation, in der sich Deutschneudorf aktuell befinde, gebe es keine Notwendigkeit.

Bürgermeisterin Claudia Kluge will das Thema somit nicht weiterverfolgen. Ob es vom Tisch ist, kann sie jedoch nicht genau sagen. Denn Deutschneudorf bewegt sich beim Krippenbereich nicht innerhalb der vom Gesetzgeber vorgegeben Spanne. "Wir lassen es drauf ankommen", sagte sie in Hinblick auf den Erzgebirgskreis. Andere Orte hätten bereits ähnlich gehandelt, ohne dass dies Konsequenzen nach sich gezogen habe.

Claudia Kluge, sie ist in der Seiffener Verwaltung für die Elternbeiträge zuständig und trägt den gleichen Namen wie die Deutschneudorfer Bürgermeisterin, hatte zur Gemeinderatssitzung Zahlen mitgebracht. Aktuell liege der Elternbeitrag im Bereich Krippe bei einer Neunstundenbetreuung bei 205 Euro. Die gesetzliche Spanne sehe aber 223 bis 342 Euro vor. Ausgehend von aktuell zehn Krippenkindern entgehen jährlich mindestens 2200 Euro. Diese Summe gleicht Deutschneudorf über den Haushalt aus, sodass die Johanniter als freier Träger kostendeckend arbeiten können.

Anders sieht die Situation im Bereich Kindergarten aus. Für neun Stunden zahlen die Eltern 116 Euro. Vorgeschrieben seien zwischen 93 und 186 Euro, sagte Verwaltungsmitarbeiterin Claudia Kluge. Ebenfalls unproblematisch sieht die Situation bei den Elternbeiträgen für den Hort aus. Aktuell liegt er bei einer Sechsstundenbetreuung bei 70 Euro.

Bürgermeisterin Kluge unterstrich, dass Deutschneudorf finanziell gut dastehe. Dies hänge unter anderem mit Rückzahlungen der Gemeinde Seiffen in Hinblick auf die Umlage innerhalb der Verwaltungsgemeinschaft zusammen. Hinzu kommen laut Claudia Kluge gute Gewerbesteuereinnahmen.

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