Die Musik zum Relief

Alle zwei Jahre wird in Mauersberg die "Totentanzkantate" aufgeführt. Am 20. Oktober ist es wieder soweit.

Mauersberg.

Das Totentanzrelief ist ein fester Bestandteil der Kreuzkapelle in Mauersberg. Rudolf Mauersberger, einst Kreuzkantor und aus dem Ort stammend, hat das Gotteshaus auf dem Friedhof gestiftet. Die Gestaltung des Totentanzreliefs an der Wand hinter dem Altar ist sein Wunsch gewesen. Nach seinem Tod sammelte die ehemalige Mauersberger Pfarrfrau Hadwig Schönfelder Bibeltexte sowie Choral- und Liedstrophen zu den dort abgebildeten Personengruppen. Günther Vogel aus Erfurt vertonte sie zur "Totentanzkantate", die am 13. September 1985 uraufgeführt wurde. Seitdem ist sie alle zwei Jahre in der Kapelle zu hören, und am 20. Oktober ist es wieder soweit.

Das Totentanzrelief gestaltete der in Keuern bei Döbeln geborene Bildhauer Otto Rost. Er schuf es nach dem Vorbild mittelalterlicher Totentänze, die im Zusammenhang mit den Pest-Epidemien entstanden waren. "Rudolf Mauersberger hat sicherlich angeregt durch den Dresdner Totentanz dieses Relief in Mauersberg einbringen lassen", so Kantor Johannes Stuhlemmer. Otto Rost nahm im Auftrag des Stifters direkten Bezug auf das alte Erzgebirge, was an den Figuren zu erkennen ist. Mitwirkende bei der Aufführung am 20. Oktober sind unter anderem der Chor der Kirchgemeinden Großrückerswalde und Mauersberg sowie der Ehrenfriedersdorfer Kantor Enrico Langer an der Orgel. Die musikalische Leitung liegt in Johannes Stuhlemmers Händen.

Die Veranstaltung am 20. Oktober beginnt 16 Uhr in der Kreuzkapelle.

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