Die Ortsumgehung, die keine ist

In Reitzenhain ist der aktuell geplante Trassenverlauf vorgestellt worden. Ein Bahndamm unweit von Wohnhäusern soll genutzt werden, was Kritik auslöst. Das zuständige Landesamt für Straßenbau und Verkehr versucht, die Wogen zu glätten.

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4Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 7
    0
    langi001
    30.07.2019

    Vielleicht sollte man eher die Bahnstrecke Marienberg - Krima - Komotau wieder reaktivieren und den Grenzübergang für LKW sperren? Grüße vom Böhmerlangi

  • 5
    1
    HundG
    22.07.2019

    Die Lösung ist denkbar einfach, entsprechend den Vorgaben der EU und deren Verkehrsprojekte core network corridors/ TEN Orient/Med-East nach Hamburg "Neue Salzstraße", soll der Schwerlastverkehr wie vorgesehen die A17 über DD nutzen und Reitzenhain wird für den Fahrzeuge über 7,5 Tonnen gesperrt.
    Da aber unser Land von Lobbyisten gesteuert wird (und die Politiker von nix eine Ahnung haben), in diesem Fall von der PTV in Karlsruhe (einer 100% Tochter von Porsche, somit VW, Scania, MAN u.a.), die die Zahlen für die Verkehrsprognosen für die Planung für Bund & Länder liefern und gleichzeitig eine professionelle Speditionssoftware "map&guide" fürs Routing von LKW´s durchs ERZ (Prag, Chomutow, Reitzenhain, Chemnitz, Leipzig) erstellen, da bleibt der Bürgen auf der Strecke.
    Und wann da die Politiker in Dresden nicht aufmerksam gemacht werden und ihren Kurs ändern, so werden weiterhin Steuermittel für sinnlose Verkehrsprojekte ausgegeben.

  • 4
    0
    Klemmi
    21.07.2019

    Die Situation auf der B174 zeigt eindeutig die Versäumnisse und Ignoranz der Verkehrspolitik von Bund und Land. Es beginnt bereits in Chemnitz: Mit einer abgespeckten Version der Südumfahrung Richtung A4, die nach wie vor auf sich warten lässt, wird die Situation auf Südring- und Neefestraße zum Knoten Chemnitz Süd sich nicht entspannen. Die Probleme ziehen sich weiter, wie ein ausgespuckter Kaugummi und Müll und Fäkalien gibt es an dieser Strecke genug. Die B174 hat sich zu einer günstigen Transitstrecke etabliert. Parkplätze und sanitäre Anlagen fehlen und die politisch Verantwortlichen schieben sich den schwarzen Peter gegenseitig zu. Hätte man statt der A17, die A74 verfolgt, wäre dem Freistaat besser geholfen gewesen. Zu Reitzenhain: Fakt ist, ausgebaute Straßen und Ortsumgehungen ziehen noch mehr Verkehr an, die Schiene gibt es in Reitzenhain nur noch in Fragmenten und der Schienenausbau ist in Deutschland eine, politisch gewollte, zähe Angelegenheit, allerdings bildet diese Straße eine "Nabelschnur" für den Raum Marienberg und bedarf meiner Meinung einem zeitgemäßen Ausbau. Für Reitzenhain käme auf Grund der Besonderheiten, wie schützenswerte Hochmoore und dem Gerechtwerden der Bedürfnisser der Anlieger, eine überdeckelte Variante gerade Recht. Warum soll sich diese Region immer mit Kompromissen abfinden, wärend an anderen Orten, weniger bedeutsamen Straßen, großzüger ausgebaut werden? Dies ist ein Resultat für eine versäumte, sinnige Lenkung des LKW-Verkehrs.

  • 10
    1
    394101
    21.07.2019

    Tja...
    Solange das BMVI und das LaSuV weder in der Lage noch gewillt sind, die geopolitische Bedeutung der B174 anzuerkennen, wird sich an dem Problem der Lärm- und Verkehrsbelastung nichts ändern. Im Gegenteil. Die Schaffung von beschleunigenden Ortsumgehungen wird zwangsläufig dazu führen, dass der Schwerlastverkehr Richtung Südosteuropa in den nächsten zehn Jahren noch massiv zunimmt. Kein LKW aus Richtung Berlin und (Nord-)Westeuropa wird künftig noch den Umweg über die staugefährdeten Knotenpunkte der A13/A4/A17 wählen, wenn er auf direktem Weg via Bundesstraße genau so gut oder sogar schneller an sein Ziel kommt.
    Wohin das führt, dazu muss man sich nicht erst in Reitzenhain an die Straße stellen. Davon kann sich jeder selbst ein Bild machen, wenn man sich die Abend für Abend hoffnungslos überbelegten und uringeschwängerten Stellflächen an der B174 anschaut. Vom Chaos im Winter an den Steigungen ab Zschopau noch gar nicht zu reden. Von daher sind auch die bautechnischen Forderungen der Bürgerinitiativen -gelinde gesagt- etwas blauäugig.
    Dass für die unmittelbaren Anwohner der B174 schnellstens eine Lösung her muss, steht außer Frage. Allerdings ist das lediglich kurzsichtige Symptomkur und keine verkehrspolitisch vernünftige Strategie in einem Gesamtkonzept.
    Schade um unser schönes Erzgebirge...