Ehrenamtliche sind ein wichtiges Pfand

Anfang Mai feiert die Strobel-Mühle ihr 20-jähriges Bestehen. Hausleiter Daniel Leistner hat die komplette Geschichte miterlebt. Für ihn begann alles als ehrenamtlicher Helfer.

Pockau.

Daniel Leistner leitet die Strobel-Mühle zwar erst seit 2014. Sein Leben begleitet sie jedoch schon seit 20 Jahren. Auch wenn sich das Haus seitdem an manchen Stellen stark verändert hat, sind Anliegen und Konzept des Christlichen Vereins Junger Menschen (CVJM) Strobel-Mühle immer gleich geblieben. "Damals wie heute soll die Strobel-Mühle Angebote für junge Menschen bereithalten und dabei auf ihre Wünsche und Bedürfnisse eingehen", sagt der Dörnthaler.

Seine erste Aktion in der Einrichtung war die Renovierung eines der Zimmer mit der Jungen Gemeinde Satzung. Noch heute erinnert er sich daran, wie der damals Verantwortliche Gunter Arnold die Idee unterbreitete. Mehrere Junge Gemeinden der Region hatten sich daraufhin an die Arbeit gemacht. Später absolvierte Daniel Leistner seinen Zivildienst in der Strobel-Mühle und nahm 2007 die Stelle des Verwaltungsleiters an.

Der Betrieb des Hauses ist im Wesentlichen auf drei Säulen gestützt. Von Anfang an konnten Gäste in der Strobel-Mühle übernachten und feiern. Die Zahlen haben sich auf etwa 11.000 Übernachtungen pro Jahr eingepegelt.

Eine zweite Säule sind die Kletterangebote. "Die Idee dazu hatte mein Vorgänger Thomas Schalling. Er hat das Haus maßgeblich geprägt", so Daniel Leistner. 2002 nahm der Hochseil- und Klettergarten den Betrieb auf. Das Angebot wurde von Beginn an gut angenommen. Gruppen können unter anderem den Gemeinschaftssinn schärfen und lernen, gemeinsam Strategien zu entwickeln. Einziges Problem: Bei schlechtem Wetter ist der Klettergarten nicht nutzbar. Deshalb wurde 2009 eine Kletterhalle in Betrieb genommen. Mehr als eine Million Euro ist in das Bauprojekt geflossen. Ehrenamtliche Helfer haben dabei viele Stunden investiert.

Das dritte Standbein bilden die Veranstaltungen, wie etwa das Missio-Camp. Junge Leute beschäftigen sich mit der Heiligen Schrift, treiben Sport, spielen miteinander und übernachten. Bis zu 250 Frauen, Männer und Kinder sind dann inklusive der Betreuer im Haus. Jedes Jahr proben zwei Adonia-Chöre in der Einrichtung, die bis zu 150 Kinder und Jugendliche aus ganz Sachsen anlocken. Die sogenannten Refresh-Lobpreisgottesdienste hat sich die christliche Jugend der Region gewünscht. "Sie wollten als Ergänzung zu den Gottesdiensten in ihren Heimatgemeinden ein zusätzliches Angebot mit moderner Live-Musik", erklärt Daniel Leistner. Die Veranstaltungen zählen bis zu 175 Besucher von 14 bis über 60 Jahre. Zehn gibt es pro Jahr. Am Sonntag findet 18 Uhr der nächste Gottesdienst statt.

Die Männerabende sind auf eine Nachfrage hin entstanden. "Es gab früher kaum Veranstaltungen, in denen sich Männer über typische Männerprobleme unterhalten können", sagt der Dörnthaler. Pro Jahr stehen seit 2011 zwei im Programm. Am 3. November ist 19.30 Uhr Bischof Carsten Rentzing zu Gast.

In den zurückliegenden 20 Jahren sind mehr als drei Millionen Euro in die Strobel-Mühle investiert worden. Erst im vergangenen Jahr erfolgte der Umbau der zweiten Etage. Nächstes Jahr, so hofft Daniel Leistner, kommen die erste Etage und der Saal im Haupthaus an die Reihe. Auch die Fassade muss irgendwann erneuert werden. Das gilt ebenso für das Dach, das bislang nur repariert worden ist.


Von Themenabend bis Strobel-Slam

Gefeiert wird vom 5. bis 7. Mai. Am Freitag steht 19 Uhr ein Themenabend mit Egmond Prill an. Der Theologe und Journalist spricht zu "Quo Vadis Abendland? Europa zwischen Sozialismus und Islamismus".

Am Samstag findet 19.30 Uhr der "Strobel-Slam" statt. Musiker können ihren Song präsentieren. Der Applaus bestimmt über den Erfolg.

Der Sonntag startet 13.30 Uhr mit einem Gottesdienst im Glashaus. Ihn gestalten Matthias Kaden vom CVJM-Landesverband und der Some-Sing- Gospelchor aus Chemnitz. 15 Uhr gibt beginnt ein bunter Nachmittag mit Führungen durch das Haus.

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