Ein Berufsleben unter Kindern

Zwei Zöblitzer Kitas feiern 40. Geburtstag. Angelika Krause war von Beginn an dabei. Nicht nur die Anzahl der zu betreuenden Schützlinge hat sich seitdem geändert.

Zöblitz.

Zahlreiche Gratulanten sind am Samstag ins Zöblitzer Haus des Kindes gekommen. Darunter waren viele Ehemalige und auch die Kinder, die von Montag bis Freitag die Einrichtung besuchen. Der Grund für den Besuch war die Feier zum 40. Geburtstag der Einrichtung. Zum Start 1979 hieß das Haus noch DDR-bürokratisch "Projekt 30".

In jenem Jahr wurde der 30. Geburtstag der DDR begangen. Von den damals etwa 20 Erzieherinnen und Helferinnen ist eine übrig geblieben, die heute noch zum Team gehört: Angelika Krause. Von ihren Arbeitskolleginnen, den Kindern und deren Eltern wird sie nur Geli gerufen. Am Samstag hatte sie straff zu tun, beim Basteln mit Kindern - und beim Reden. "Es hat sich viel geändert in den 40 Jahren, und das ist nicht nur die Anzahl der zu betreuenden Kinder", berichtet Angelika Krause. Im Jahr 1979 besuchten 160 Mädchen und Jungen die Einrichtung, die von Beginn an Krippen- und Kindergartenkinder betreute. Für eine der zehn Gruppen war Angelika Krause zuständig. "Das war eine Gruppe mit 22 Kindern. Da war Leben in der Bude", sagt die Zöblitzerin und lacht.

Sascha Aurich

Aurichs Woche:Der „Freie Presse“-Sonntagsnewsletter von Sascha Aurich

kostenlos bestellen

Bevor der Neubau in der Schützenstraße bezogen wurde, war sie als Erzieherin im Kindergarten "Steingasse" tätig. "Das neue Haus war schon etwas Besonderes", erinnert sie sich. Aus dem "Projekt 30" wurde die Kinderkombination "Schützenstraße", bis es nach der Wende zu tiefgreifenden Veränderungen kam.

"Wegen des Geburtenrückganges waren weniger Kinder zu betreuen. Eine LRS-Klasse war für eine gewisse Zeit mit im Haus. Zudem wurden hier Hortkinder untergebracht, bis ein neues Gebäude für den Schulhort entstand. 1994 ist die ganze Einrichtung modernisiert und brandschutztechnisch auf den neuesten Stand gebracht worden", sagt Angelika Krause. Viel lockerer sei inzwischen der Umgang mit den Kindern geworden, auch gebe es keine starren Gruppen mehr.

Das Haus des Kindes Zöblitz befindet sich in Trägerschaft des Vereins Kinderwelt Erzgebirge. Ebenso wie die Kindertagesstätte "Schwalbennest" im Ortsteil Ansprung, die auch ihren 40. Geburtstag begeht. Obwohl es früher schon Weiterbildungsveranstaltungen für Erzieherinnen gab, so brachte die neue Zeit doch einige neue Ideen hervor, sagt die 62-Jährige. "Unsere beiden Häuser sind als ,Haus der kleinen Forscher' zertifiziert. Wir haben Werkstatttage und ermuntern die Kinder zum Forschen und Entdecken", nennt Angelika Krause ein Beispiel.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...