Ein Kürbis viel schwerer als Lenny

Gartenmeisterschaft: Zehn Liter Wasser hat der "Gelbe Riese" von Corina Kleditzsch täglich erhalten. Inzwischen ist er so schwer, dass ihn ein einzelner Mann nicht mehr anheben kann.

Sorgau.

Da hat der dreijährige Lenny gestaunt, als er kürzlich bei Oma und Opa in Sorgau zu Gast war: Ein riesiger Kürbis ist im Garten von Corina und Rolf Kleditzsch gewachsen. So dick und schwer, dass sich das Ehepaar damit bei der Gartenmeisterschaft von "Freie Presse" und der Olbernhauer Raiffeisenhandelsgenossenschaft Erzgebirge (RHG) bewirbt.

"Der Kürbis ist derzeit rund 65 Kilogramm schwer", hat Corina Kleditzsch beim Wiegen auf einer Personenwaage an der Pflanze festgestellt. "Zwei große kräftige Männer waren nötig, um ihn anzuheben. Zum späteren Abtransport in die Garage muss wohl die Sackkarre ran."

Dass das Exemplar der Sorte "Gelber Riese" in der Sommerhitze dennoch so gigantisch gedieh, ist wohl auf das reichhaltige Gießen der Sorgauerin zurückzuführen. Zweimal täglich fünf Liter Wasser hat sie der Pflanze mit der Gießkanne spendiert - vormittags und abends. Jetzt muss sich der Gigant mit der Hälfte begnügen.

Dabei hat es die 53-Jährige, die viel Freizeit im Garten verbringt, in diesem Jahr erstmals mit einer Kürbispflanze versucht. Ihr Herz hängt eigentlich an ihren Rosen: "Vor allem im Frühjahr sind die eine Pracht. Die Kletterrosen haben mir besondere Freude bereitet." Auch die Äste der Obstbäume biegen sich unter den vielen Äpfeln, Pflaumen und Aprikosen, die in diesem Jahr üppig gewachsen sind.

Dieses Jahr nun wartet erstmals auch ein "Gelber Riese" aus eigener Aufzucht auf die Verarbeitung. "Und gleich so eine große Frucht, das ist wirklich ein Glück", freut sich Corina Kleditzsch schon auf Suppe und süß-saures Gemüse. Und sie denkt darüber nach, den Kürbis mit einem geschnitzten Gesicht noch zu einem Dekoartikel zu verzieren.

Doch noch wird in Sorgau nicht geerntet. Solange es möglich ist, darf der Kürbis noch ein wenig weiter wachsen. Und natürlich an Gewicht zulegen.

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