Ein März mit viel zu milden Nächten

Der Monat hat vor allem ein Merkmal: sehr viel Wind. Einmal wurde sogar Windstärke 8 registriert. Und Schnee? Der schmolz recht schnell wieder zusammen.

Olbernhau.

Der Kampf zwischen Winter und Frühling ist im März recht deutlich mit sehr viel Wind ausgetragen worden - und zwar vor allem in der ersten Monatshälfte. Einem Sturmtief folgte das nächste, da ein blockierendes stabiles Hoch über Mitteleuropa fehlte. Das führte zu 15 Starkwindtagen mit Windstärke 6, an einem Tag wurde sogar Windstärke 8 registriert. Mit eingelagert in diese atlantischen Tiefs waren immer wieder kleine Kaltfronten mit Schnee- und Graupelschauern. Die größte Schneehöhe, die dabei zusammenkam, waren zehn Zentimeter am Morgen des 12. März.

Da diese Atlantikluft im allgemeinen zwar sehr feuchte, aber relativ milde Luftmassen heranführt, schmolz der Schnee bereits am Folgetag restlos zusammen. Verhältnismäßig mild blieb es auf Grund dieser Wetterlage auch nachts. Den gesamten Monat über wurden an der Station in Olbernhau, also im recht kälteanfälligen Flöhatal, nur sechs Nächte mit Frost registriert, so wenige, wie seit 25 Jahren nicht mehr.

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Pünktlich zum Frühlingsanfang am 20. März setzte sich ein Hoch durch und sorgte für trockenes, sonniges und zumindest tageweise frühlingshaft warmes Wetter. Eine Störung in dieser Frühlingsphase am 25. März brachte zwar noch einmal einen Zentimeter Schnee am Abend, doch Richtung Monatsende zeigte das Thermometer schon wieder 18 Grad Celsius an.

Unterm Strich schließt der Monat deutlich zu warm ab, was maßgeblich auf die für die Jahreszeit zu milden Nächte zurückzuführen ist. Auch die Anzahl der Sonnenstunden bewegen sich etwas über dem Mittel.

Die Niederschlagsmenge liegt mit 144 Prozent, bedingt durch intensive Schauer, seit zehn Jahren erstmals wieder über dem Soll. Rund 85 Prozent davon fielen in der ersten Monatshälfte.

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