Ein Netzwerk für mehr Sicherheit der Bürger

Vandalismus, Gewalt, Vermüllung. Kommunen müssen sich mit vielfältigen Problemen herumschlagen. Grünhainichen und Börnichen wollen es erst gar nicht so weit kommen lassen.

Grünhainichen.

Die Gemeinden des Verwaltungsverbandes Wilden- stein machen beim Projekt "Allianz sichere sächsische Kommunen" mit. Am Mittwoch wurde dazu eine Kooperationsvereinbarung mit dem Landespräventionsrat unterzeichnet. Daran nahmen neben Thomas Rechentin, Amtschef des Sächsischen Innenministeriums, und Kathrin Ardelt, Verbandsvorsitzende des Verwaltungsverbandes Wildenstein, auch Robert Arnold und Frank Lohr, die Bürgermeister der Gemeinden Grünhainichen und Börnichen, teil.

"Ziel des Projektes ist die Stärkung des Sicherheitsgefühls der Bewohner in den Städten und Dörfern der Region", erläutert Kathrin Ardelt. Kommunen müssten sich mit vielfältigen Problemen herumschlagen: Vandalismus, Gewalt, Kriminalität, Vermüllung und Verwahrlosung. Die Ursachen dafür seien vielschichtig, sodass Lösungen oftmals nur gemeinsam gefunden und umgesetzt werden können, so die Vorsitzende des Verwaltungsverbandes.

Kommunale Prävention sei ein Ansatz, negative Entwicklungen rechtzeitig zu erkennen und ihnen möglichst frühzeitig entgegenzuwirken. Ardelt: "Darum sollen Akteure aus Kommunalverwaltungen, Politik, Polizei, Justiz, Bildung, Kinder- und Jugendarbeit, Suchtprävention sowie soziale Einrichtungen, Vereine, Kirchen kooperieren." Nachbargemeinden wie Augustusburg, Eppendorf und Leubsdorf haben schon mit dem Aufbau eines interkommunalen Gemeindevollzugsdienstes unter dem Dach der "Allianz sichere sächsische Kommunen" begonnen, um Gefahren der öffentlichen Sicherheit und Ordnung vorzubeugen.

Die Kooperationsvereinbarung sieht vor, dass im Verwaltungsverband eine Koordinierungsstelle eingerichtet und eine Sicherheitsanalyse durchgeführt werden sollen. Die Analyse soll als Grundlage für eine ganzheitliche Präventionsstrategie dienen. "Für 2021 ist dann die Gründung eines Kommunalen Präventionsrates geplant", blickt Kathrin Ardelt voraus. Der Präventionsrat sei ein behörden- und ressortübergreifendes Gremium, in dem sich die verschiedenen Akteure in einem Netzwerk fachlich austauschen, Ressourcen bündeln, Probleme innerhalb der Kommune rechtzeitig erkennen und Ziele sowie Strategien zur Vorbeugung und Bekämpfung entwickeln. Über das Projekt "Allianz sichere sächsische Kommunen" werde den Gemeinden ein Coach zur Seite gestellt, der den Prozess unterstütze und begleite. Das Projekt wird von der Staatsregierung mit 40.000 Euro gefördert.

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