Einstiges Hotel Bielatal kommt erneut unter den Hammer

Bei lediglich 29.000 Euro liegt das Mindestgebot. Zugleich fällt jedoch der Sanierungsbedarf sehr umfangreich aus - vor allem im Erdgeschoss.

Hallbach.

Jahrelang hat am Hotel Bielatal in Hallbach Stillstand geherrscht, nun gibt es einen neuen Versuch: Das leerstehende Gebäude soll als eines von insgesamt 40 Objekten in Berlin versteigert werden. Die Auktion ist für den morgigen Freitag angesetzt. Das Mindestgebot: 29.000 Euro.

Die Auktionatoren Hagen Wehrmeister und Carsten Wohlers hoffen auf zahlreiche Interessenten und Gebote. Das niedrige Einstiegsgebot von 29.000 Euro ist insbesondere im Zustand des einstigen Gasthofes begründet. In der zur Auktion zugehörigen Katalogbeschreibung wird er als instandsetzungs- sowie sanierungsbedürftig beschrieben. Soll heißen: Der neue Eigentümer müsste ordentlich Geld in die Hand nehmen, wenn er das rund 560 Quadratmeter umfassende Gebäude (Grundstücksgröße: etwa 3850 Quadratmeter) wieder nutzen will.

Das ehemalige Hotel Bielatal besteht aus einem zweigeschossigen Hauptgebäude mit Anbau und einem Pensionsgebäude. Es wurde im Jahr 1873 errichtet und Mitte der 1990er-Jahre sowie Anfang der 2000er-Jahre saniert. Es seien Holzisolierglasfenster eingebaut, Toilettenanlagen und Bäder modernisiert worden, teilte das Auktionshaus mit. Zudem wurden die Öl-Zentralheizung, die Elektrik und die Innentüren erneuert. 2001 brachten Handwerker darüber hinaus die in die Jahre gekommene Dacheindeckung auf Vordermann.

Doch es bleibt eine Menge zu tun. So weise die geputzte Fassade leicht aufsteigende Feuchtigkeit auf, heißt es in der Angebotsbeschreibung. Vor allem im Erdgeschoss muss Hand angelegt werden. Dort war es im Frühling 2016 zu einem Feuer gekommen. Es entstand viel Ruß. Ursache war laut Polizei ein technischer Defekt. Vandalen hatten kurz zuvor Türen eingetreten und die Einrichtung beschädigt. Die ehemalige Eigentümerin hoffte zunächst auf einen Verkauf. Längere Zeit wurde das einstige Hotel von der Erzgebirgssparkasse für 200.000 Euro angeboten. Zwar gab es nach Auskunft des Kreditinstituts mehrere Interessenten, doch zum Vertragsabschluss kam es letztlich nicht.

So fand Ende 2016 eine erste Versteigerung statt. Das Haus erhielt einen neuen Eigentümer. Er hatte das Mindestgebot in Höhe von 25.000 Euro abgegeben und sich so den Zuschlag gesichert. Ortsvorsteher Hans-Georg Heidinger hoffte auf eine Sanierung. Dies erfüllte sich nicht - stattdessen kommt das Objekt nun erneut unter den Hammer.

Weitere Informationen stellt das Auktionshaus Plettner & Brecht Immobilien im Internet bereit. www.plettner-brecht.de

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