Entwicklung der Stadt Thema im Ausschuss

Verkehrskonzept, Bauland und Gewerbegebiet stehen in Olbernhau zur Debatte

Olbernhau.

Ein zukunftsträchtiges Thema hatten die Mitglieder des Technischen Ausschusses des Olbernhauer Stadtrates in ihrer jüngsten Sitzung auf der Tagesordnung: zwei Konzepte zur Stadtentwicklung. Das umfangreichere der beiden Programme, das sogenannte Integrierte Stadtentwicklungskonzept (Insek), umfasst unter anderem die Punkte Gewerbegebiet, Bauland und Verkehrskonzept. Die Gewerbegebiete der Stadt sind aktuell zu 88Prozent ausgelastet, neue Flächen werden gebraucht. Anfang des Jahres hatte die Stadt ein Areal an der S215 im Ortsteil Pfaffroda ins Auge gefasst. Seither arbeitet das Bauamt an einer Umsetzung. Beim Thema Bauland gab es kritische Anmerkungen aus der CDU-Fraktion. Die dafür vorgesehenen Grundstücke in der Olbernhauer Finkenaue seien wegen der Nordhanglage als Bauland ebenso unattraktiv wie das Gelände des Bolzplatzes am Poppschen Gut. Stattdessen sollen nach Möglichkeit in den Ortsteilen Flächen zum Bau von Ein- und Mehrfamilienhäusern zur Verfügung stehen und das nötige Baurecht schnell eingeräumt werden. Die Stadt nahm diesen Vorschlag in das Konzept auf.

Beim Thema Verkehr stand eine mögliche Verlängerung der Olbernhauer Stadtdurchfahrt über die Flöha in Richtung der Freiberger Straße (B 171) zur Diskussion. Diese war ursprünglich vorgesehen, wurde aber mit dem Bau der aktuellen Ortsdurchfahrt (Brandauer Straße) verworfen. Auf Anraten von Bürgermeister Heinz-Peter Haustein (FDP) sollte dieser Punkt nun wieder in das Konzept aufgenommen werden. "Auch wenn wir uns klar sein müssen, dass über solche Bauvorhaben der Bund entscheidet und dass eine solche Entscheidung in den kommenden zehn Jahren unwahrscheinlich ist", so Haustein. Dennoch sei ein möglicher Ausbau eine Option der Stadtentwicklung, die sich Olbernhau vorbehalten sollte. Über ein neues Verkehrskonzept wird der Stadtrat dann in seiner Januarsitzung entscheiden.

Auch die Olbernhauer Einwohner konnten sich an der Gestaltung des Entwicklungskonzepts beteiligen. Allerdings machte nur ein Bürger von dieser Möglichkeit Gebrauch und forderte unter anderem den Ausbau der Radwege und mehr Abstellmöglichkeiten für Fahrräder. Diese Forderungen berücksichtigt die Stadt laut Bauamtsleiter Stefan Proksch im angekündigten Verkehrskonzept.

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