Erzgebirger bekommen Annenmedaille

Rosemari Fiedler und Michael Weber wurden für ihr ehrenamtliches Engagement geehrt. Sie verweisen auf ihre Unterstützer.

Dresden.

Herrlich sei das Ambiente gewesen. Darüber waren sich Rosemari Fiedler und Michael Weber am Donnerstagabend einig. Sie zählten zu den 20 Sachsen, die für ihr außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet worden sind. Im prunkvollen Saal des Schlosses Albrechtsberg in Dresden überreichte ihnen die Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz Barbara Klepsch die Annen-Medaille.

Sowohl Rosemari Fiedler als auch Michael Weber betonten, dass sie diese Auszeichnung nicht nur für sich allein, sondern für all ihre Unterstützer entgegen nähmen. "Allein könnten wir gar nichts ausrichten", brachte das die Großrückerswalderin auf den Punkt. Sie ist in ihrer Freizeit für Kinder und Jugendliche da. Sie tanzt mit ihnen, geht mit ihnen wandern, lehrt sie Spiele und sucht gemeinsam mit ihnen nach einfachen und sinnvollen Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung abseits von Handy, Computer und Tablet. Ihre Schützlinge kommen aus ganz unterschiedlichen sozialen Schichten und erleben mit "ihrer Rosi" ein liebevolles Miteinander. "Ich möchte, dass jedes Kind weiß, dass es geliebt wird", betont die Ehrenamtlerin. Von der Auszeichnung selbst war sie überrascht. Sie freute sich aber sehr über diese Form der Anerkennung.

Michael Weber aus Thum empfand in dieser Beziehung ebenso. Er ist ein Streiter wider die Sucht. Er engagiert sich in der Christlichen Arbeitsgemeinschaft zur Abwehr von Suchtgefahren. Dafür ist der Thumer viel zwischen Seiffen, Marienberg und Zschopau unterwegs. Er betreut auch die Angehörigen der Süchtigen. "Ich mache das, weil ich selbst betroffen bin und weiß, welche Probleme die Sucht mit sich bringt", sagte Michael Weber am Rande der Auszeichnungsveranstaltung. Mit Blick auf seinen christlichen Glauben möchte er das, was er selbst erlebt und erfahren hat, weitergeben.

Wie wichtig die ehrenamtliche Arbeit für die Gesellschaft ist, betone Barbara Klepsch an diesem Nachmittag immer wieder. "Ohne Sie wäre der Freistaat um ein ganzes Stück ärmer", sprach sie die Anwesenden direkt an. "Sie engagieren sich schon sehr lange für andere Menschen. Sie setzen sich mit ganzem Herzen für andere ein, gehen offen auf andere Menschen zu, helfen, hören zu, trösten, haben vielleicht auch Spaß miteinander, verbringen einfach gemeinsame Zeit", sagte sie. Die Auszeichnung und die dazugehörige Veranstaltung sei nur ein kleines Dankeschön für diesen teilweise hohen Zeitaufwand der Ehrenamtler.


Im Gedenken an wohltätige Kurfürstin

Die Annenmedaille wird seit 1995 verliehen. Damit ehrt der Freistaat Menschen, die ehrenamtlich im Bereich der Sozial- oder Familienarbeit besondere Verdienste erwarben.

Verliehen wird die Medaille im Gedenken an die wohltätige Kurfürstin Anna von Sachsen (1532 bis 1585). Sie nahm Waisenkinder auf und sorgte sich um Kranke und Schwangere.

Angefertigt ist die Medaille aus Meißner Porzellan. (Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz) (jag)

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