Erzgebirgische Männelmacher verklagen vogtländische Firma

Feinste Holzkunst aus dem Erzgebirge steht drauf. Doch in Wirklichkeit stammen die Figuren aus China. Der Verband ist gegen diese Täuschung vor Gericht gezogen - und hat Recht bekommen. Dennoch geht er in Berufung.

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20Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 1
    4
    Zeitungss
    12.03.2020

    @Nixnuzz: Ja, ist mir bekannt, ich habe es schließlich nicht auf dem Flohmarkt erworben und ich hätte es sogar im Werk abholen können. Verlängerte Werkbänke deutscher Firmen in Sonstwo sind mir durchaus bekannt, was allerdings nicht das eigentliche Thema war. Es ging um Produkte von Firmen, welche heute nicht mehr existieren, sondern deren Name als Preistreiber benutzt wird und diese unter hauseigener Marke hier nicht verkäuflich wären. Der Fachhandel berät sie gerne wenn Sie danach fragen, vorausgesetzt der Verkäufer darf es. Die Firmen AEG, Telefunken und Grundig z B finden auch Sie in keinem deutschen Register mehr, dafür deren Produkte in Massen. Ich glaube wirklich nicht, dass man vor den jeweiligen Werkschließungen noch für Jahrzehnte auf Halde produziert hat. Sie dürfen sich über die Geschichte dieser Firmen informieren und werden feststellen, es gibt sie nicht mehr, übriggeblieben und verhökert der Firmenname zur Aufwertung fragwürdiger Artikel.

  • 4
    0
    Nixnuzz
    11.03.2020

    @Zeitungss: Also das mit den Pkw's find ich nicht OK. Schlage vor, sich mit der wiki-Literatur einmal auseinander zu setzen:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Produktionsstandorten_in_der_Automobilindustrie#Asien '
    Wissen Sie wirklich mit endlicher Sicherheit, das ihr Fahrzeug vor der Haustür "Made in Germany" ist - oder ein Import aus dem Ausland?

  • 0
    3
    Zeitungss
    11.03.2020

    @Nixnuzz: Wir drehen uns im Kreis. Wie der Laden mit den Markennamen läuft, ist auch mir bekannt. Die Frage ist eben nur, warum benutzt man diese um irgendwelchen Plunder hochpreisig zu verkaufen. Ich glaube nicht, dass Sie einen chinesischen Staubsauger oder Fernseher erwerben würden, einen chinesischen PKW selbst mit dem Aufkleber BMW usw. vermutlich auch nicht. Beim Erzgebirge sieht es natürlich anders aus, da sollte schon drin sein was drauf steht. Ich betrachte es Sicht des Kunden und der will in der Regel das haben was draufsteht. Sie Schaar der hier Roten möchte vera..... werden bzw. profitiert davon, nimmt man so zur Kenntnis, und der Handel freut sich. Es besteht glücklicherweise keine Kaufpflicht.

  • 2
    0
    Suppenfrosch
    11.03.2020

    @Nixnuzz Genau, der Unterschied zwischen Markenname und Regionalbezeichnung ist entscheidend.

    Eine regionale Kennzeichnung verpflichtet.

    Unter einem Markenname kann ich nahezu alles vermarkten, ich muss es nur dem Kunden entsprechend schmackhaftmachen. Anderes Beispiel: JOOP! - ist auch "nur" ein Markenname, mit dem Parfum bspw. hatte und hat der Designer selbst gar nichts zu tun. Beschwert sich auch keiner, dass da unter einem deutschen Name alles mögliche verkauft wird

  • 3
    0
    Nixnuzz
    11.03.2020

    Vielleicht sollte man auf den Streit über italienischen Schinken oder andere, ortsbezogene "markierte = eingetragene" Lebensmittel mit deren gerichtlichen Entscheidungen zurückgreifen. AEG & Co. sind registrierte, eingetragene Markennamen mit "Eigentümern". Was diese dann letztendlich unter ihrem Markennamen verkaufen ist deren Entscheidung. Wenn also "Erzgebirge" draufsteht, muß m.M. n. auch nahezu 100% Erzgebirge drin sein.

  • 0
    5
    Zeitungss
    11.03.2020

    Es ist nicht d r i n was d r a u f s t e h t, es wird ein Markenprodukt vorgetäuscht. Es handelt sich auch nicht um verlängerte Werkbänke, nein , diese Firmen gibt es nicht mehr. Sie messen mit zweierlei Maß, was natürlich Ihre Sache ist und ich Sie auch nicht davon abhalte. Einfach kaufen - Ziel erreicht.

  • 2
    0
    Suppenfrosch
    11.03.2020

    @Zeitungss es ist schon ein Unterschied zwischen AEG und Co und dem hier geschilderten Fall.

    Bei sämtlichen Geräten von AEG und Co ist klar gekennzeichnet "Made in XY". Wieso sollte ich also von einem deutschen Produkt ausgehen?

    Das ZDF zeigt doch auch ausländische Filme. Dürfen die das dann auch nicht, weil es Täuschung ist durch die deutsche Synchronisation und nur weil sie den Abspann nicht lesen oder wie?

    Das ist doch albern!

    Wenn ich aber bewusst mit einer Regionalbezeichnung werbe und Profit daraud schlage, sollte dann schon auch sein sein was drauf steht.

    Soetwas vergleichbares habe ich bei AEG und ähnlichen Herstellern in den letzten Jahren nicht gesehen, sie etwa?

  • 0
    7
    Zeitungss
    05.03.2020

    @cn3...: Es stehen hier nicht die verlängerten Werkbänke deutscher Firmen im Ausland in der Diskussion, sondern es ist der Name nicht mehr vorhandener Firmen verhökert worden um irgendwelchen Plunder aufzuwerten und zum entsprechenden Preis zu verkaufen. Wie auch immer, kaufen Sie, ich werde Sie nicht aufhalten.

  • 5
    3
    cn3boj00
    04.03.2020

    @Zeitungs, wieso sind AEG und Grundig Fälschungen? Einfach mal die Firmengeschichte nachlesen. Grundig wurde von der türkischen Beko übernommen und wird weitgehend in der Türkei hergestellt. Wer heute noch glaubt, mit einem Grundig - Gerät deutsche Wertarbeit zu kaufen muss ganz schön weltfremd sein. Ähnlich ist es mit AEG, der Markenname wurde vom Eigentümer Daimler Benz an verschiedenste Firmen als Lizenz verscherbelt. Das ist legitim. Und da steht auch nicht Made in Germany drauf. Das ist mit vielen Marken so und legal. Dass heute VW's in China gebaut oder Suzukis in Ungarn stört doch auch niemand.
    Das kann man nicht mit rechtlich geschützten Herkunftsbezeichnungen vergleichen. Wer die irreführend verwendet macht sich strafbar. Traurig ist, dass es trotzdem Leute gibt, die ihren "Erzgebirgsschmuck" aus Geiz bei solch dubiosen Firmen kaufen.

  • 0
    7
    Zeitungss
    29.02.2020

    Gut, nehme ich so zur Kenntnis, der Kund will ver..... werden, wird er auch und freut sich darüber. Mehr ist dazu auch nicht mehr zu sagen, der Handel hat zu diesem Thema hier schon genug ROT eingebracht, es sind schließlich die Profiteure. Der Kunde ist demnach sehr zufrieden, wenn er ein mit deutschen Markennamen versehenen Müll aus Fernost zum Markenpreis erwerben darf. Positiv für mich ist, man lernt nie aus.
    Guten Einkauf !!!

  • 0
    9
    Zeitungss
    28.02.2020

    Angesichts der vielen Roten kann ich eigentlich nur eine Kaufempfehlung für die vielen "Markenprodukte" aussprechen. NORDMENDE ist auch wieder auferstanden, zumindest auf dem Aufkleber und der Käufer sollte sich dafür erkenntlich zeigen, was wohl nicht das Problem ist. Ziel erreicht!

  • 1
    9
    Zeitungss
    28.02.2020

    @Freigeist: Was glauben Sie, warum ich hier diese Fälschungen angehe ???? Meine Beispiele waren eben AEG und Grundig, was keine Einzelfälle sind. Es ist eben auch eine Markenfälschung, nur diese scheint schon fast Begeisterung auszulosen, wenn ich mich hier umschaue. Wer bes...…… werden möchte, soll zugreifen und damit sind die Fronten geklärt.

  • 5
    1
    Freigeist14
    27.02.2020

    Zeitungss@ Sie möchten doch sich auch eine Glashütter Uhr aus Glashütte (Sachs.) am Arm tragen und keine Kopie aus Antalya ?

  • 2
    8
    Zeitungss
    27.02.2020

    @XRa…:Verkauft mag stimmen, aber wer ? AEG wurde Anfang der Neunziger ins AUS saniert und geschlossen und Max Grundig ist Ende der 90er verstorben. Warum hätte gerade er seinen Namen verramschen sollen an die Türken ? Wie auch immer, es dient letztlich nur der Preisgestaltung, sonst würde man es nicht tun.
    Fragen Sie einmal beim Service nach, was man dort vom Innenleben dieser "Markengeräte" hält, die Begeisterung ist riesig. Kurzum, der Kunde bekommt etwas vorgegaukelt was es NICHT ist. Wer damit leben kann, bitte.

  • 14
    3
    XRayNights
    26.02.2020

    AEG und Grundig haben ihre Markenrechte nach China und in die Türkei verkauft - das ist hier überhaupt nicht vergleichbar. Hier wird mit einer Marke geworben für die man keine Rechte hat, da man gegen die Auflagen des Rechteinhabers verstößt. Wer China "Volkskunst" kaufen will, der soll das tun - aber dem Käufer darf nicht vorgetäuscht werden das es "Volkskunst aus dem Erzgebirge" ist.

  • 7
    15
    Zeitungss
    26.02.2020

    Na Ihr roten Däumchen, die Käufer von Elektrogeräten dürfen betrogen werden und die der Schnitzkunst nicht. Könnte das mal jemand etwas näher erläutern ??? Die Nutzung deutscher Markenname bei Importen aus China bringt nun einmal richtig Kohle, was man im Vogtland auch erkannt hat. Die Obrigkeit interessiert es nicht, man speist schließlich mit den Steuern mit. Wer das System so für gut befindet, darf sich mittels roten Daumen erkenntlich zeigen.

  • 24
    1
    CPärchen
    26.02.2020

    Trittbrettfahrer wollen immer auf dem Erfolg anderer mitschwimmen.

    Dann soll Sigro doch groß draufschreiben: "Made In China", aber dann kassiert man natürlich nicht die gleichen Preise, wie wenn man den Produktionsort transparent draufschreibt

  • 11
    23
    Zeitungss
    26.02.2020

    Bei AEG, Grundig usw ist auch nicht drin was draufsteht, stört nur niemanden mehr.

  • 21
    3
    Celina16
    26.02.2020

    Die Fa. Sigro stellt keine reinen Produkte aus dem Erzgebirge her, lässt lieber billiger in China herstellen. Sie schadet damit nicht nur dem Imige der erzgebirgischen Herstellern der Volkskunst, sondern auch der Region und ihrem guten Ruf. Dazu kommen noch die finanziellen Einbußen der Hersteller. Außerdem stellt die Fa. Sigro mit ihrer auch teilweisen ausländischen Produktion eine große Gefahr für das Weltkulturerbe im Erzgebirge dar.
    Da die Fa. Sigro auch nicht einsichtig ist, ihre Produkte unter" Feinste Holzkunst aus dem Erzgebirge" weiter vermarktet, passt das nicht zur Beschreibung und zum eigentlichen Erzgebirge. Ob die Produkte "feinste Kunst" ist, bleibt auch offen. So bleibt den Erzgebirglern leider nur noch der Weg zum Gericht, um eine endgültige Klärung und Entscheidung über den weiteren Verfahrensweg herbeizuführen.
    Ich hoffe und wünsche mir für die ganze Ergebirgsregion, dass sich die richtige erzgebirgische Volkskunst gegenüber der Fa. Sigro durchsetzen und das Gericht eine Bestrafung für den "Rufmord" gegen diese Firma herbei führen wird. Am besten wäre, die Fa. Sigro packt ihre Sachen und verschwindet gänzlich aus Olbernhau, am besten generell aus dem Erzgebirge. Unter einem anderen Slogan kann sie dann ihre Sachen verkaufen unter der Auflage des Verweises auf chinesische Herstellung. Irgendwie muss hier doch ein Riegel vorzuschieben gehen.
    Ich selbst verkaufe auch erzgebirgische Originalfiguren. Die sind aber echt aus dem Erzgebirge und auf keinen Fall Plagiate.

  • 35
    2
    Echo1
    26.02.2020

    Zurecht die Anklage gegen diese Firma.
    Das ist ein echter Import-China-Laden
    und das war in der Region bekannt.
    Das hätte schon eher mal ein Lokalredakteur zum Thema machen können. Aber ja, weiss schon, Totschlagargument Arbeitsplätze. Aber damit geht's auch denn echten Männlemacher im Vogtland/ Erzgebirge
    an den Kragen.
    Diese Sigro-Leute haben sich auch auf unseren Weihnachtsmärkten herumgetrieben. Und "Volkskunst" verkauft.
    Das dürfte nicht mehr passieren.