Erzgebirgischer Musikgenuss schon seit zehn Jahren

Die Gruppe Grenznah widmet sich der Mundart. Und freut sich, dass auch jüngere Generationen daran Freude finden.

Olbernhau/Neuhausen.

Fünf Musiker aus Neuhausen und Umgebung haben sich der erzgebirgischen Mundart verschrieben, und sie sind seit nunmehr zehn Jahren in dieser Mission unterwegs. Ihr Name Grenznah spiegelt dabei ihre geografische Herkunft wider. Schließlich stammen alle Fünf vom Erzgebirgskamm nahe der Grenze.

"Es sind zehn sehr schöne Jahre gewesen, in denen wir vielen Menschen Freude bereitet haben, selber sehr viel Freude an der Musik hatten und uns musikalisch weiterentwickeln konnten", sagt Gitta Barthel. Wie ihre Schwester Mary Barthel und Kornelia Ehnert zählt sie zu den Gründungsmitgliedern des Ensembles. Anne Huster (Sopran) kam im Jahr 2012 hinzu, Gerd Schenk drei Jahre später. Seitdem komponiert der Neuhausener sämtliche Musikstücke und vertont erzgebirgische Texte. Er arbeitet als Kantor der Kirchgemeinde Neuhausen-Heidersdorf und wirkte selbst schon in anderen Ensembles mit. Gerd Schenk spielt Klavier, Orgel, Trompete, Flöte, Hackbrett und Akkordeon. Außerdem ist er als Instrumental- und Musiktheorielehrer an der Musikschule tätig und gibt privat Unterricht.

Sehr wichtig ist den Musikern die Weitergabe der erzgebirgischen Musik an die kommenden Generationen. Auch deshalb sind auf einer der fünf Mini-CDs von Grenznah Neuhausener Grundschüler zu hören. "Es freut uns, dass der Grundschulchor seitdem auch erzgebirgische Mundartlieder im Repertoire hat", sagt Mary Barthel.

Aufgetreten sind die Erzgebirger nicht nur in ihrer Heimatregion. Sie standen in Baden-Württemberg, Berlin, Dresden und im Emsland auf der Bühne. Mehrfach traten sie zudem in der Stadthalle Chemnitz auf. Zu Gast sind sie unter anderem auch bei Hochzeiten, Geburtstagen und Jubiläen. "Wir sind überall dort gern, wo uns die Leute haben wollen", sagt Kornelia Ehnert.

Die Hochzeit ihrer Auftritte ist und bleibt das Jahresende. Wenn es im Erzgebirge weihnachtet, ist die Gruppe Grenznah unter anderem Teil mehrerer Mettenschichten im Markus-Röhling-Stolln in Annaberg-Buchholz. Dass ihr Publikum wieder jünger wird, freut die Musiker sehr, auch wenn viele ihrer Zuhörer nach wie vor mehr als 60 Jahre alt sind.

Fünf CDs hat die Gruppe in den zurückliegenden Jahren aufgenommen. Sie sind alle mit einer Grußkarte versehen. Der nächste Tonträger ist in Arbeit und soll noch in diesem Jahr erscheinen. www.grenznah-musik.de

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