Familie Seigert erhält bald ihren neuen Transporter

Von "Freie Presse"-Lesern finanziertes Fahrzeug muss noch umgebaut werden

Pockau-Lengefeld.

Die Vorfreude ist riesengroß. Familie Seigert aus Pockau kann es kaum erwarten. In zwei bis drei Wochen soll der neue Transporter vor der Tür stehen. Dann beginnt für Marian und Angela Seigert, beide sind schwerbehindert und sitzen im Rollstuhl, ein neuer Lebensabschnitt. Denn das Fahrzeug ermöglicht ihnen einen Alltag, den sie freier gestalten können. Gekauft werden konnte es mit Spenden der "Freie Presse"-Leser.

"Eine Spezialwerkstatt baut den Transporter unseren Bedürfnissen entsprechend um", sagt Marian Seigert, der immer noch beim Gedanken an die vielen Unterstützer gerührt ist. Anfang Dezember 2018 hatte der Verein "Leser helfen" dazu aufgerufen, mit einem von mehreren Projekten Familie Seigert zu helfen. Was folgte, war eine Spendenaktion, die zum Selbstläufer wurde. Zahlreiche Leser der "Freien Presse" beteiligten sich. Unter anderem unterstützte Gunter Schröter als Vorstandsvorsitzender der Wohnungsgenossenschaft Lengefeld-Pockau die Aktion. Viele Unternehmer folgten seinem Beispiel.


Auch die Kollegen und der Chef von Familienvater Herbert Seigert gaben Geld. Herbert Seigert opfert sich hingebungsvoll für die Familie auf. Per Muskelkraft hebt er derzeit seine Frau und seinen Sohn in das in die Jahre gekommene Familienauto - etwa wenn Arzttermine anstehen. Dabei kommt er an seine Grenzen. Künftig ist dies nicht mehr nötig. Denn die Rollstühle sollen sich in den neuen Transporter hineinschieben lassen.

Damit das funktioniert, ist eine Rampe nötig. Sie wird von der Spezialwerkstatt in den Transporter eingebaut und lässt sich später ohne große Mühe nutzen. Zudem benötigt das Fahrzeug Halterungen, mit denen sich die Rollstühle vor der Fahrt fixieren lassen. Auf diese Weise ist die Sicherheit gewährleistet, wenn der Transporter auf den Straßen unterwegs ist.

Um die 68.000 Euro waren für Familie Seigert zusammengekommen. Die Anteilnahme am Schicksal der beiden Schwerbehinderten ist groß. Angela Seigert leidet seit 20 Jahren an Multipler Sklerose. Ihren Kopf kann sie bewegen, bei den Armen und Beinen sind die nötigen Nervenzellen abgestorben. Marian Seigert leidet an Muskeldystrophie. Seine Muskeln haben sich teils zurückgebildet.

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