Ferkeltaxi vorerst weiter in der Region unterwegs

Auf der Strecke zwischen Olbernhau und Neuhausen sollen erste Instandhaltungsarbeiten erfolgen. Der neue Pächter erhält dabei Unterstützung.

Olbernhau/Neuhausen.

Der Olbernhauer Bürgermeister Heinz-Peter Haustein ist mit seiner Eisenbahngesellschaft neuer Pächter der Eisenbahnstrecke zwischen Olbernhau sowie Neuhausen. Bei einem gemeinsamen Treffen wurde die Strecke offiziell von der Erzgebirgsbahn übergeben. Inzwischen steht fest: Die Ferkeltaxis können mindestens bis zur Weihnachtszeit dieses Jahres auf dem Abschnitt weiterhin unterwegs sein. Das sagte Haustein gegenüber "Freie Presse". Es sollen einige Schadstellen ausgebessert werden. So muss zum Beispiel der Abstand von Schienen auf das vorgegebene Maß korrigiert werden.

Noch steht nicht fest, wie viel Geld in diesem ersten Schritt in die Strecke investiert wird. Die Erzgebirgsbahn hat Heinz-Peter Haustein jedoch Unterstützung zugesichert. Sie bringe sich maßgeblich mit Fachleuten in die Arbeiten ein und dies zu "fairen Bedingungen", sagte Lutz Mehlhorn, Leiter der Erzgebirgsbahn. Die Strecke sei in einem ordentlichen Zustand übergeben worden. So sei im Vorfeld noch vieles instand gesetzt worden. Mehlhorn ist daran gelegen, dass der Abschnitt erhalten bleibt. Er freut sich über das Engagement von Heinz-Peter Haustein und wird in Zukunft ihm fachlich zur Seite stehen. Selbst hatte die Erzgebirgsbahn die Strecke aus wirtschaftlichen Gründen nicht weiterbetreiben können. Sie habe sich angesichts der Ausgaben für den Betrieb sowie für die Instandhaltung nicht mehr rentiert, erklärte Lutz Mehlhorn.


Bei Frank Illing von der Traditionsgemeinschaft Ferkeltaxi löste die Nachricht Freude aus. Er sei froh, dass die Ferkeltaxis bis mindestens zur Weihnachtszeit zwischen Olbernhau und Neuhausen unterwegs sein können. Wie es in den kommenden Jahren weiter geht, müsse man dann sehen, so Illing.

Einen Fünfjahresplan will Hau-stein entwerfen. Sein Ziel ist es, gemeinsam mit den Bürgermeistern umliegender Orte die Strecke dauerhaft zu retten. Veranschlagte Kosten: neun Millionen Euro. Heinz-Peter Haustein will Fördermittel nutzen. Zudem hofft er auf eine generelle Aufwertung der Schiene. Dafür brauche es einen Wille der Politik, den Personennahverkehr zu stärken und den Transport von Waren per Eisenbahn auszubauen.

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