Filmdreh an der Fundgrube

Kann die Montanregion Erzgebirge schon bald als Unesco-Welterbe werben? In einem Film dazu geht es auch um Bergbautradition.

Schneeberg/Marienberg.

Die Montanregion Erzgebirge/Krušnohorí mit Bestandteilen auf sächsischer und böhmischer Seite ist auf dem Weg zur Anerkennung als Unesco-Welterbe. Die Entscheidung, ob die Region den international bedeutsamen Titel verliehen bekommt und künftig damit werben kann, fällt am ersten Juli-Wochenende in Baku. Mit dem Blick darauf sind jetzt Dreharbeiten für einen Film gelaufen. Die Fundgrube Wolfgangmaßen in Schneeberg ist eine der in Frage kommenden Welterbestätten und gehört neben einem Schülerprojekt in Marienberg, dem Bergbaulehrpfad in Dippoldiswalde und dem Bergstadtfest in Freiberg zu den Punkten, die in dem Film Beachtung finden.

An der Fundgrube ist am Samstag eine Szene gedreht worden, in der Kinder, Frauen und Männer in Habit und Tracht das Steigerlied singen und damit eine Delegation des Bürgermeisters begrüßen. Das Ganze gleicht einem Flashmob: Erst sieht man einen leeren Hof, der sich dann aber rasch mit zahlreichen Akteuren füllt. Im Film bekommen Schneebergs Bürgermeister Ingo Seifert und Matthias Lißke, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Erzgebirge, aus den Händen von Bergmann Frank Roch von der Bergbrüderschaft Frohnau symbolisch die Anerkennungs-Plakette überreicht. "Die Region steht dahinter. Das Projekt ist aus der Bevölkerung und aus der Tradition heraus gewachsen, und das macht es besonders", sagt Lißke.


Am Freitag erfolgt der Filmdreh in Marienberg. Das Gymnasium hat gemeinsam mit anderen Schulen in einem Kunstprojekt die Montanregion thematisiert. Dabei stellten die Schüler Wimmelbilder her.

Gezeigt werden soll der fertige Film, der die kulturelle Vielfalt der Montanregion darstellt, erstmals am 7. Juli während der Festveranstaltung in der Saigerhütte Olbernhau-Grünthal, wo der Titel, den die Region zu bekommen hofft, gebührend gefeiert werden soll. Der Film ist ein Projekt der Kampagne "So geht sächsisch" und soll das Thema Weltkulturerbe auch bei der Bevölkerung Sachsens noch bekannter machen.

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