Fliegerwoche trotz Regens ein Erfolg

Die Witterung meinte es nicht sonderlich gut mit dem internationalen Starterfeld der E2Glide-Woche in Großrückerswalde. Der Veranstalter ist dennoch zufrieden.

Großrückerswalde.

In ein frustriertes Gesicht zu blicken, hätte in diesem Moment nicht verwundert. Schließlich musste Markus Uhlig am Samstagmittag die letzte Tagesetappe der E2Glide-Woche in Großrückerswalde wegen Regens absagen. Die Witterung hatte den 15 Segelfliegern aus fünf Nationen schon zuvor Probleme bereitet. "Trotzdem waren wir an sechs von acht Tagen in der Luft. Im Vergleich zu anderen Wettkämpfen war das viel", sagt der sportliche Leiter, der somit am Samstag dennoch zufrieden war.

Jeder Beteiligte machte auf dem Vereinsgelände des Fliegerclubs Großrückerswalde einen glücklichen Eindruck, allen voran Matthew Scutter. Schließlich durfte der 29-jährige Australier den Sieg in der Gesamtwertung bejubeln. Bis auf eine Ausnahme hatte er stets als Erster die imaginäre Ziellinie über dem Großrückerswalder Flugplatz überquert. In der Summe aller Tagesetappen, deren längste mit 325 Kilometern über Eibenstock, Tschechien und Sebnitz führte, belegte Florian Heilmann aus Kamenz mit 23:01 Minuten Rückstand Platz 2. Dritter wurde der Slowene Luka Znidarsic, dem diese Art des Segefliegens zu verdanken ist. Er ist der Erfinder des Systems mit Elektromotor und Propeller an der Spitze, der bei ausbleibender Thermik zugeschaltet wird.

"Genau das macht diesen Sport aus", sagt Markus Uhlig rückblickend auf die Woche: "Normale Segelflieger ohne Motor hätten in dieser Zeit maximal zwei Tage fliegen können." Die elektrische Unterstützung ermöglichte es den Piloten aber, der Witterung zu trotzen. Dazu kam, dass Uhlig ein glückliches Händchen hatte und anhand der morgendlichen Wetterprognose gute Routen auswählte. Neben positiver Resonanz aus dem Feld freute sich der 24-Jährige über den großen Zuspruch im Internet. Mehr als 150 Interessenten verfolgten dort die täglichen Live-Übertragungen. Zudem hätten einige Videos schon jetzt über 3000 Klicks generiert. "Außerdem hatten wir eine Podiumsdiskussion mit allen Herstellern Europas. So etwas gab es vorher noch nie", betont Uhlig, der die Premiere der E2Glide-Woche als vollen Erfolg einschätzt. Auch in Sachen Regelwerk habe man viel dazu gelernt. So könne die Veranstaltung ein jährliches Glanzlicht an unterschiedlichen Austragungsorten werden.

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